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LINZ/OÖ. Laut dem vorläufigen Wahlergebnis konnte sich die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) bei der diesjährigen AK-Wahl mit einem historischen Ergebnis durchsetzen. Der ÖAAB hat Stimmen verloren. 

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

Zur Wahl berechtigt waren in diesem Jahr insgesamt 556.590 AK-Mitglieder - was im Vergleich zum Wahljahr 2014 ein Mitgliederplus von 44.860 beziehungsweise 8,8 Prozent darstellt. Die Wahlberechtigten teilen sich in 321.576 Männer und 235.014 Frauen auf. Bisher wurden 227.528 Stimmen ausgezählt. In den Betrieben haben insgesamt 140.417 Personen ihre Stimme abgegeben, 87.111 wählten in einem der öffentlichen Wahllokale oder per Brief.

Die Briefwahl endete erst am 1.April um 24 Uhr, weswegen sich das Briefwähler-zahlen noch geringfügig steigern können. Das endgültige Wahlergebnis wird dann am Freitag, den 5. April feststehen. Ausgehend von den bisher ausgezählten Wahlstimmen geht man von einer Wahlbeteiligung von 41,1 Prozent aus. 

FSG gewinnt

158.910 (71,02 Prozent) der abgegebenen Stimmen entfielen auf die Fraktion von Johann Kalliauer - Sozialdemokratische GewerkschafterInnen (FSG). Diese kann mit dem Resultat nicht nur die 65,5 Prozent von der Wahl im Jahr 2014 toppen, sondern auch ihr historisch bestes Ergebnis erzielen. 

Ein Minus muss die Liste Die Kraft der OÖVP in der Arbeiterkammer - Fraktion Christilicher Gewerkschafter (Team ÖAAB-FCG) hinnehmen: Sie erhalten 29.989 der Wählerstimmen und verzeichnen mit 13,40 Prozent ein Minus von 3,69 Prozent. Damit verliert der ÖAAB auch ihren Sitz im Präsidium und damit nicht mehr in diesem vertreten. 

22.828 Wähler (10,20) Prozent entschieden sich bei der Wahl für die Freiheitlichen Arbeitnehmer - Freiheitliche Partei Österreichs (FA-FPÖ). Das bedeutet ein Plus von 0,16 Prozent. Die Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen (AUGE/UG) erhielten 4,21 Prozent (9.439 Stimmen) - ein Minus von 1,12 Prozent. 2.587 Stimmen (1,16 Prozent) und einem Plus von 0,14 Prozent entfielen auf den Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB). 

Im Vergleich zum Jahr 2014 wurden heuer weniger ungültige Stimmen abgegeben. Während es 2014 noch 4443 waren, wurden heuer nur 3784 ungültige Wählerstimmen verzeichnet. 

„Die Wählerinnen und Wähler haben honoriert, dass die Arbeiterkammer Oberösterreich konsequent und unbeirrbar auf der Seite der Arbeitnehmer steht, und wenn es nötig ist, dafür auch die Konflikte mit mächtigen wirtschaftlichen und politischen Interessensgruppen nicht scheut. Für dieses überwältigende Vertrauen möchte ich mich bei allen Wählerinnen und Wählern herzlich bedanken. Die Mitglieder der oberösterreichischen Arbeiterkammer haben damit ein kräftiges Votum für eine starke Ak abgegeben und ein klares Signal an jene Kräfte ausgesandt, die die Arbeiterkammer politisch schwächen und finanziell beschneiden wollen“, so AK-Präsident Johann Kalliauer. 

Stellungnahme des ÖAAB

„Es war von Anfang an klar, dass die Arbeiterkammerwahl eine besondere Herausforderung für uns ist. Umso mehr bedanken wir uns bei allen, die unermüdlich im Einsatz waren und das Team ÖAAB-FCG unterstützt haben. Das Ergebnis schmerzt“, heißt es von Cornelia Pöttinger, die AK-Präsident Kalliauer zum Wahlsieg gratuliert.

Als Ursache für die Verluste sieht der OÖVP-Arbeitnehmerbund und die FCG unter anderem das „verwirrende Wahlsystem und einen übermächtigen Mitbewerber“. 

„Es war von Anfang an ein Kampf mit ungleichen Mitteln. Der Machtmissbrauch und die Vereinnahmung der Arbeiterkammer durch die FSG haben bei dieser Wahl einen unrühmlichen Höhepunkt erreicht“, so die Spitzenkandidatin.

FA-FPÖ mit Ergebnis zufrieden

„Wir konnten laut vorläufigem Endergebnis von 10,20 Prozent ein Plus von über 1.500 Wählerstimmen erreichen“, sagt Gerhard Knoll, der die Liste der FA-FPÖ anführt. „Wir werden uns auch künftig konsequent für die Interessen der heimischen Arbeitnehmer einsetzen.“


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