Sparte Industrie: Vereinfachung des Steuersystems und Steuersenkung gefordert
OÖ/LINZ. Angesichts sprudelnder Steuereinnahmen fordert die Sparte Industrie der WKOÖ einmal mehr eine nachhaltige Steuerreform. Gerade eine Senkung der Körperschaftssteuer (KöSt) sei dringend nötig.

Die Steuereinnahmen des Staates haben sich von 2013 bis 2017 von 76 Milliarden auf rund 87 Milliarden Euro erhöht. „Es gibt einen erheblichen Spielraum für eine Senkung“, so der Obmann der Sparte Industrie, Günter Rübig. „Ein wichtiger Standortfaktor ist einfach die Steuerpolitik. Und hier sind wir im internationalen Vergleich in Rückstand geraten.“
KöSt senken
Besonders wichtig wäre hier eine Anpassung der KöSt an jene der Nachbarländer, gefordert wird eine Senkung auf 19 Prozent, die sich großteils auch selbst finanzieren würde. Für eine generelle Vereinfachung des Steuersystems plädiert zudem Anette Klinger, Steuersprecherin der Sparte Industrie. „Das System ist mittlerweile kaum mehr handhabbar. Besondere Probleme in der Steuerpraxis bereitet die uneinheitliche Umsetzung von EU-Richtlinien in den einzelnen Mitgliedsländern“, so Klinger. Hier biete vor allem die Digitalisierung viele Möglichkeiten, das System zu entrümpeln.


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