Linzer Forschungszentrum Recendt feiert 10-jähriges Bestehen
LINZ. Die zerstörungsfreie Prüfung ist in der Industrie unverzichtbar für die Qualitätssicherung. Das Linzer Forschungszentrum Recendt setzt in diesem Bereich Maßstäbe. Anlässlich des 10-jährige Bestehens fand in Linz eine kleine Festveranstaltung statt.

Rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft folgten der Einladung in die Festsäle der Sparkasse OÖ, um gemeinsam auf die Erfolge von Recendt, Mitglied des Upper Austrian Research (UAR) Innovationsnetzwerks, zurückzublicken und in die weitere Zukunft der zerstörungsfreien Prüfmethoden zu schauen.
Neue Möglichkeiten und Technologien
Ganz neue Möglichkeiten in der zerstörungs-freien Qualitätsprüfung ergeben sich auch durch die Kombination mit Augmented Reality. Mit einer Datenbrille werden Qualitätsmanager künftig Messdaten direkt an realen Bauteilen – wie zum Beispiel einem gesamten Flugzeugrumpf – genau einsehen können. Recendt begleitet etliche renommierte Industrieunternehmen – wie den Hersteller von Flugzeugkomponenten FACC oder die voestalpine – bei solchen oder ähnlichen Innovationsvorhaben.
Land OÖ investierte 13 Millionen Euro
„Insgesamt 22 Patente bzw. Lizenzen und rund 300 wissenschaftliche Publikationen, die aus über 400 Projekten erarbeitet wurden, belegen den Erfolg der letzten Jahre auch in Zahlen“, hob Recendt-Geschäftsführer Peter Burgholzer hervor. „Das Recendt hat sich als fixe Größe innerhalb der außeruniversitären Forschungslandschaft in Oberösterreich und darüber hinaus etabliert“, lobte auch Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner. „Deshalb hat das Land OÖ auch seit der Gründung 2008 insgesamt bereits 13 Millionen Euro in das Zentrum selbst und in die Projekte, an dem es beteiligt ist, investiert.
Insgesamt hat das Land seit 2014 alleine in der Forschungsförderung mit 155,3 Millionen Euro an Landesmittel ein Projektvolumen von 790,4 Millionen Euro ausgelöst, das entspricht immerhin einem 5-fachen Investitionshebel.“ Insgesamt wurden im Rahmen der aktuellen Wirtschafts- und Forschungs-Strategie „Innovatives OÖ 2020“ vom 4.537 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 500 Millionen Euro unterstützt und dadurch ein Gesamtprojektvolumen von 2,2 Mrd. Euro ausgelöst.
Know-how Transfer in die Medizintechnik
„Aus der Produktionsforschung heraus entwickelte Technologien bringen auch großes Potenzial für den Einsatz in der Medizintechnik und fassen in diesem Bereich verstärkt Fuß“, erklärte Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer der Upper Austrian Research GmbH. Zum UAR Innovation Network zählen aktuell insgesamt 16 außeruniversitäre Forschungszentren mit über 1.000 Beschäftigten. Produktionsforschung – mit den Schwerpunkten Informations- und Kommunikationstechnologien, Mechatronik und innovative Werkstoffe – ist eine besondere Stärke.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden