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LINZ. Laut einer aktuellen Erhebung sind im vergangenen Jahr die Leerstände in der Linzer Innenstadt gesunken. Kritik kommt dennoch.

Rund 3,6 Prozent aller Geschäftslokale in der Linzer Innenstadt stehen leer.Symbolfoto: Weihbold
Rund 3,6 Prozent aller Geschäftslokale in der Linzer Innenstadt stehen leer.Symbolfoto: Weihbold

Die Ende Oktober 2019 von Standort + Markt erhobene Leerstandsquote für Linz liegt demnach bei 3,6 Prozent und ist im Vergleich zu 2018 um 1,5 Prozent gesunken. Damit kann sich Linz bei den Leerständen mit der Wiener Innenstadt (3,3 Prozent) sowie der Mariahilfer Straße (4,6 Prozent) als größter Einkaufsmeile Österreichs messen. „Die Zahlen belegen die nach wie vor sehr starke Marktstellung der Linzer Innenstadt“, freut sich Vizebürgermeister Wirtschaftsreferent Bernhard Baier.

Linz unter Gewinnern

Zu den „Gewinnern“ des Health-Checks, jener City-Bewertung, die mittels Shopflächenindex, Leerstandsrate und Verkaufsfläche ermittelt, zählen die Städte Villach, sowie Feldkirch und Linz. Ihnen wird laut aktuellem Report eine gesunde, gut funktionierende und nachgefragte Innenstadt bescheinigt. Mit einem Filialisierungsgrad von 39,7 Prozent und einer Gesamtverkaufsfläche von 144.600 Quadratmeter, verteilt auf 826 Shops, weist Linz im „City Retail Österreich“ gute Werte und eine große Vielfalt auf.

Grüne fordern Standortmanager

„Offenbar gelingt es Vizebürgermeister Baier nicht, das Problem in den Griff zu bekommen. Seine Ausflüchte, dass es Leerstände immer geben würde, sind zu wenig“, so Bernhard Seeber, Wirtschaftssprecher der Grünen Linz. Die Bemühungen, um Geschäfte in der Innenstadt wieder mit mehr Leben zu erfüllen, seien nach wie vor nur zögerlich und wenig effektiv. „Es ist allerhöchste Zeit, dass er den Gemeinderatsbeschluss aus dem Jänner 2019 endlich umsetzt. Nur mit einem funktionierendem Stadtmarketing losgelöst vom Cityring, einem Standortmanager als zentraler Ansprechperson, der Entwicklung geeigneter Förderrichtlinien und einer ausreichenden Dotierung von Fördertöpfen lässt sich die Vermarktung der Innenstadt wieder auf funktionierende Beine stellen. Nur eine Marktforschungsanalyse zu beauftragen – wie Baier es getan hat – ist offensichtlich zu wenig“, ist Seeber überzeugt.


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