Aktuelle Studie verdeutlicht Auswirkungen von Corona auf die Psyche von Kindern
LINZ. Wie erkläre ich Corona meinen Kindern? Die Diplomausbildung zum Gesundheitspädagogen für Kinder an der Vitalakademie Linz, die im Herbst 2020 startet, stellt die Bedürfnisse der kommenden Generation in den Mittelpunkt. Eine aktuelle Studie über die Auswirkungen von Corona auf die psychische Gesundheit von Kindern verdeutlicht die Notwendigkeit dieses Ausbildungsschwerpunkts.

Eine repräsentative Studie des renommierten Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zeigt die drastischen Auswirkungen von Corona auf die Psyche von Kindern auf: 71 Prozent der mehr als 1.000 befragten Kinder fühlen sich durch die Auswirkungen von Corona psychisch belastet. 31 Prozent zeigen psychische Auffälligkeiten, eine Verdoppelung zu Vergleichswerten vor Corona. Vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien zeigen vermehrt psychische und psychosomatische Auswirkungen.
„Wir haben mit einer Verschlechterung des psychischen Wohlbefindens in der Krise gerechnet. Dass sie allerdings so deutlich ausfällt, hat auch uns überrascht“, betont Studienleiterin Ulrike Ravens-Sieberer. Die unmittelbaren Auswirkungen für die Kinder sind etwa emotionale Probleme, Konflikthäufigkeit, Hyperaktivität und Verhaltensprobleme, psychosomatische Beschwerden und Gewichtszunahme.
Ausbildung startet im Herbst 2020
„Um Langzeitfolgen für unsere Kinder zu vermeiden, sollten den Pädagogen die besten Methoden zur Verfügung gestellt werden“, bekräftigt Sonja Kainberger, Akademieleiterin der Vitalakademie in Linz: „Wie es unseren Kindern durch die anhaltenden Auswirkungen von Corona geht, muss im Vordergrund der gesellschaftlichen Betrachtung stehen.“
Die Vitalakademie bietet am Standort Linz ab 3. November (Tageskurs) bzw. ab 13. November 2020 (Abendkurs) den sechsmonatigen Diplomlehrgang zur Gesundheitspädagogik für Kinder an. „Zielgruppe für die Ausbildung sind etwa Pädagoginnen und Pädagogen in Kindergärten und Schulen, die ihre Kompetenz in den Bereichen Entwicklungspsychologie, Mental- und Entspannungstraining, Bewegungstraining erweitern möchten“, betont Sonja Kainberger.


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