WKOÖ-Präsidentin: „Einen zweiten Lockdown darf es nicht geben"
LINZ. WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer begrüßt die neuen Maßnahmen des Bundes, stellt aber auch klar, dass diese das Maximum sind, das für die oö. Wirtschaft vertretbar sei. Zudem tritt sie für eine Verkürzung der Quarantäne ein.

„Einen zweiten Lockdown darf es nicht geben. Und ebenso wenig darf beim Schutz der Menschen vor dem Virus nachgegeben werden. Die neuen Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen sind daher nachvollziehbar“, kommentiert WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer die heute vorgestellten Schritte zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie in Österreich.
Hummer: „Mehr geht nicht“
Den verschärften Maßnahmen sind intensive Lagebesprechungen mit der Bundesregierung vorausgegangen, in die am vergangenen Wochenende auch die WKOÖ-Präsidentin eingebunden war. „Dabei haben wir aus Sicht der Wirtschaft aber auch sehr klar gemacht: Jetzt ist Ende Gelände, mehr geht nicht. Unsere Auslandsgrenzen müssen weiter offen bleiben, damit die internationalen Lieferwege und -ketten funktionieren. Außerdem darf es im Inland keine Behinderungen für Mitarbeiter geben, die zum Arbeitsplatz wollen“, so Doris Hummer.
Die WKOÖ-Präsidentin verweist grundsätzlich darauf, dass in Österreich aktuell rund 80 Prozent aller Corona-Infektionen im privaten Bereich passieren. Nur etwa 5 Prozent der Menschen stecken sich dagegen am Arbeitplatz an. „Das zeigt mehr als deutlich, wo bei den Präventionsmaßnahmen wirklich angesetzt werden muss.“
WKOÖ für Verkürzung von Quarantäne
Offene Türen bei der oö. Wirtschaftskammer rennt Gesundheitslandesrätin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander mit ihrer jüngsten Forderung ein, die Corona-Quarantänedauer von zehn auf fünf Tage zu verkürzen. Präsidentin Doris Hummer: „Ich sage schon seit Wochen, dass endlich Schluss sein muss mit dem Covid-Daueralarm, der unsere Betriebe tagtäglich vor Riesenprobleme stellt. Stattdessen gehören alle Daten und Fakten zur Pandemie auf den Tisch. Dann können wir daraus ableiten, welche Schutzmaßnahmen weiter Sinn machen und welche nicht.“ Hummer verweist in diesem Zusammenhang auf neue medizinische Erkenntnisse, wonach eine Verkürzung der Corona-Quarantäne auf nur fünf Tage möglich wäre. Ebenso müssten Schnelltests effizient eingesetzt werden, um unnötige Isolationsmaßnahmen zu verhindern. „Wir brauchen diese Frei-Testungen viel schneller als bisher“, so die WKKOÖ-Präsidentin. „Ich gehe davon aus, dass schon bald sehr genauere Schnelltests verfügbar sind, die sinnvoll in ein neues Testsystem integriert werden können.“


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