2021 soll mit der Gestaltung des Urfahraner Marktgeländes begonnen werden
LINZ. Der Beirat der Linzer Zukunftswerkstatt hat sich auf ein weiteres Vorgehen hinsichtlich des Urfahraner Marktgeländes geeinigt. Grundlage ist das Inselprojekt des Architekturkollektivs G.U.T. 2021 soll mit der Gestaltung begonnen werden.

Zusätzlich zum Inselprojekt werden auch die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt „Donauufer/ Urfahraner Markt“, die unter der Leitung von Sabine Pollak entstanden sind, einfließen. „Mit der Zukunftswerkstatt haben wir einen neuen städtischen Think-Tank ins Leben gerufen. Auf eine völlig neue und vor allem innovative Art und Weise sollen Lösungen für große Problemstellungen gefunden werden. Das Urfahraner Jahrmarktareal ist hier sicherlich ein gelungenes Beispiel dafür. Aufgrund der sehr speziellen Anforderungen kann nicht eine Gestaltung alleine den unterschiedlichen Nutzungen gerecht werden. Die Entwicklung einer Tool-Box mit diversen Bespielungsmöglichkeiten ist sicherlich für dieses Areal von Vorteil“, meint der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ).
Jahrmarkt soll fixer Bestandteil bleiben
„Wenn auch vielleicht die ursprüngliche Erwartung an die autarke Zukunftswerkstatt eine andere war, ist eine Kombination des Inselprojekts und der Kunst-Uni-Studie für mich der vielversprechendste Ansatz. Auch nach einer neuen Gestaltung hätten wir uns ohnehin über die Bespielung Gedanken machen müssen. Jetzt machen wir endlich Nägel mit Köpfen und gehen in eine rasche Umsetzung. Wichtig ist mir aber, dass der Jahrmarkt jedenfalls ein fixer Bestandteil aller Planungen bleibt“, ergänzt Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ).
Im Detail soll ein „hochwertiger Frei- und Erlebensraum“ geschaffen werden, meint die Linzer Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne).
Kritik kommt hingegen von Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) und Stadtrat Lorenz Potocnik (NEOS). Laut Baier hätte der bisherige zeitliche und finanzielle Aufwand der Zukunftswerkstatt besser genutzt werden können. Potocnik spricht von einer „programmatischen Lösung, die einen größeren Wurf vermissen lässt“.
Der vorliegende und bekannte Plan des Architektenteams soll noch überarbeitet werden, damit mit der Neugestaltung des Urfahraner Marktgeländes 2021 begonnen werden kann.


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