"Menstruieren ist kein Luxus": Umsatzsteuer auf Tampons und Co. wird halbiert
WIEN/OÖ/NÖ. Die österreichische Bundesregierung senkt die Umsatzsteuer auf Damenhygiene-Artikel, von 20 auf 10 Prozent. Das Plenum des Nationalrates befasst sich heute damit, ausgehandelt hatten es Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) und Grünen-Klubobfrau Sigi Maurer.

Die Bundesregierung setzt die im Regierungsprogramm festgelegte Senkung der Umsatzsteuer auf Damenhygiene-Artikel von 20 auf 10 Prozent per Abänderungsantrag um. Die Senkung der Umsatzsteuer betrifft unter anderem Produkte wie hygienische Binden, Tampons aller Art, Menstruationstassen sowie Slipeinlagen. Umgesetzt werden soll die Steuersenkung mit 1. Jänner 2021.
„Damenhygiene darf kein Luxus sein“
Damenhygiene-Produkte werden als Produkte des Grundbedarfs angesehen, daher komme nun die Anpassung des Umsatzsteuersatzes. „Frauen haben bei der Periode keine Wahl und damit auch nicht beim Kauf von Hygieneartikeln. Es sind Produkte des Grundbedarfs, Damenhygiene darf kein Luxus sein. Deshalb ist diese Senkung eine wichtige Maßnahme zur Stärkung der Frauen und schafft eine finanzielle Entlastung für sie. Wichtig ist auch, dass die Steuersenkung von den Herstellern an die Mädchen und Frauen weitergegeben wird und nicht die Produkte teurer werden“, hält Frauenministerin Susanne Raab fest.
„Seit vielen Jahren kämpfen Feministinnen darum, dass der erhöhte Steuersatz auf Menstruationsprodukte gesenkt wird - heute setzen wir das um. Es ist ungerecht, dass Produkte, auf die Frauen zwingend angewiesen sind, mit 20 Prozent versteuert werden. Zu Menstruieren ist kein Luxus, sondern ein ganz normaler Vorgang, der alle Frauen betrifft und endlich enttabuisiert werden muss“, so auch die Grüne Klubobfrau Sigi Maurer.


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