Hohe Zufriedenheit mit Home Office - Mischform als Optimum
LINZ. Die Corona-Pandemie hat viele Veränderungen mit sich gebracht. So ist unter anderem für viele das Arbeiten im Home Office normal geworden. Viele möchten diese Form des Arbeitens auch weiterhin beibehalten – zumindest teilweise.

Die Corona-Pandemie hat nach wie vor schwerwiegende Auswirkungen auf das Leben und auf weite Teile der Wirtschaft. Auch die Haltung zum Homeoffice hat sich vielfach verändert. „Das IMAS-Institut hat dazu sowohl 400 Unternehmer, die 2020 Homeoffice angeboten haben, als auch rund 350 unselbständig Erwerbstätige, die 2020 im Homeoffice waren, befragt“, so Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner. Die Befragung zeigt: Die Zufriedenheit mit dem Homeoffice ist hoch, mehr als drei von vier der befragten Unternehmen stellen ein zumindest gutes Zeugnis aus, unter den Erwerbstätigen rund jeder Zweite. Flexibilität und freie Zeiteinteilung waren sowohl für Unternehmer als auch Erwerbstätige der Hauptgrund dafür. Ein weitere wesentlicher Grund für die Zufriedenheit war „kein Anfahrtsweg, Zeit- und Kostenersparnis, kein Stau“. Eine wesentliche Verbesserung, „alleine wenn man sich die Verkehrssituation rund um Linz anschaut“, kommentiert Achleitner.
Mischform gewünscht
Trotz der hohen Zufriedenheit wünschen sich jedoch sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer eine Mischform. „Vielfach wurde der Verlust an sozialen Kontakten sowohl zu den Kollegen als auch zu den Kunden als Nachteil angeführt. Auch ist beispielsweise die Lehrlingsausbildung ohne physischeAnwesenheit nicht vorstellbar“, betonen Achleitner und Paul Eiselsberg vom IMAS-Institut. Dabei gibt es noch andere Alternativen mit ähnlichen Vorteilen wie das Arbeiten zuhause. „Es muss nicht immer Home sein“, Arbeits- und Sozialrechstprofessor Wolfgang Mazal. Nachbarschftsbüros in Wohnortnähe können ebenfalls für kurze Wege sorgen und Stadtteile bzw. ländliche Regionen beleben. Zudem seien sie einfach einzurichten im Gegensatz zum Umbau von Privatwohnungen: „Man kann die bestehenden Zinshäuser in Linz nicht sofort umbauen.“<


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