"Ein Einkauf bei den Linzer Landwirten ist gelebte Regionalität"
LINZ. Das Bewusstsein für regional produzierte Lebensmittel ist im vergangenen Jahr erheblich gestiegen. Das durften auch die 28 Direktvermarkter der Gemeinschaft „Linzer Landwirte“ spüren. „Abends waren die Kühlräume immer leer“, unterstreicht die Sprecherin der Linzer Landwirte Gemeinderätin Michaela Sommer. Rechtzeitig vor Ostern will man mit nachhaltigen Gutscheinen aus Fichtenholz diesen Aufwärtstrend weiterführen und neue Kunden dazu gewinnen.

Die wiederverwertbaren Gutscheine im Wert von je 10 Euro sind bei ausgewählten Mitgliedern der Linzer Landwirte erhältlich. Vorerst wurden 500 Stück hergestellt, natürlich aus heimischem Fichtenholz. „Natürlich hoffen wir dadurch auch bekannter zu werden und neue Käuferschichten zu erschließen, denn unsere Landwirte sind innovativ und produzieren auf höchstem Niveau, und das direkt vor unserer Haustüre“, meint Sommer. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung kommt nicht von ungefähr. „Die regional produzierten Gutscheine eignen sich hervorragend als kleines Osterpräsent, mit denen man seinen Liebsten etwas Gutes tun kann und zugleich die regionale Linzer Landwirtschaft fördert“, so die Gemeinderätin
Wo die Gutscheine gekauft werden können und nähere Informationen zu den Produzenten sind auch auf der Homepage der Linzer Landwirte unter www.linzerlandwirte.at abrufbar. „Das Angebot der Bäuerinnen und Bauern ist breit gefächert, es beschränkt sich nicht nur auf die Grundnahrungsmittel und saisonales Gemüse, Obst und Beeren. Wir möchten die Konsumenten neugierig machen, in unserem Sortiment zu schmökern. Vielleicht etwas zu probieren, das sie bisher noch nicht kannten, wie zum Beispiel einen köstlichen Salat mit frischen Flusskrebsen aus der Traun. Oder wussten Sie, dass aus Alpakawolle nicht nur Socken gestrickt werden, sondern Alpakafasern auch in der Seifenproduktion Verwendung finden? So kann man bei einem unserer Direktvermarkter in Pichling Lindenblütenseife mit Alpakafasern kaufen“, führt die Stadtbäuerin weiter aus.
Nähe zum Konsumenten
Die Vorteile der Bauern in der Stadt sieht Sommer in der Nähe zum Konsumenten: „Das gibt die Möglichkeit zum Gespräch, Fragen können sofort beantwortet werden. Der Kunde oder Nachbar erlebt die Produktion aus nächster Nähe, er hat zudem noch die Möglichkeit zu sehen, wie seine Lebensmittel erzeugt werden. Ein Vertrauensverhältnis lässt sich leichter aufbauen, wenn man den Produzenten kennt und sieht, wie er arbeitet“, erklärt Stadtbäuerin Sommer. So könne man auch schneller auf Wünsche und Trends reagieren. „Ein Einkauf bei den Linzer Landwirten ist gelebte Regionalität und Saisonalität“, betont Michaela Sommer.
Ausbau der Zusammenarbeit
Da in der Gesellschaft regionale, frische, hochqualitative Lebensmittel der Trend zum Bodenständigen und Geerdeten in der immer mehr an Tempo gewinnenden Gesellschaft – besonders im städtischen Raum – eine immer höhere Bedeutung bekommt, soll in weiterer Folge die Zusammenarbeit zwischen den Landwirten und der Stadt Linz ausgebaut werden, insbesondere auch wenn es um den Bereich der Linzer Märkte und der damit verbundenen gesunden Ernährung geht. „Hier sind wir dabei, die Gespräche zu intensivieren. Wir werden in Zukunft an weiteren gemeinsamen Projekten tüfteln und das vorhandene Know-how nutzen“, schickt Stadtbäuerin Sommer voraus.
„Da wir großen Wert auf eine regionale Versorgung legen, ist es uns wichtig, urbane Nahversorger vor den Vorhang zu holen und Konsumentinnen und Konsumenten das Einkaufen direkt ab Hof und die Suche nach regionalen Agrarprodukten in der Stadt so leicht wie möglich zu gestalten“, erklärt auch der für Wirtschaft, Märkte und Stadtnatur zuständige Vizebürgermeister Bernhard Baier.


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