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LINZ. Das im Familienzentrum Pichling angesiedelte Projekt zum Gewaltschutz wird ausgeweitet und um 70.000 Euro pro Jahr aufgestockt. Das hat der Gemeinderat in der vergangenen Sitzung einstimmig beschlossen.

 (Foto: Frame Studio/Shutterstock.com)
(Foto: Frame Studio/Shutterstock.com)

„Neben einer engagierten Frauenpolitik brauchen wir mehr denn je opferschutzorientierte Täterarbeit und Gewaltprävention von Anfang an. Die hohe Auslastung des im vergangenen Jahr gestarteten Projektes zur Gewaltprävention zeigt, dass hier mehr Mittel im Kampf gegen Männergewalt benötigt werden. Daher bin ich sehr froh über den Beschluss des Gemeinderates, der es ermöglicht, dieses wichtige und dringend benötigte Angebot aufzustocken“, so Frauenstadträtin Eva Schobesberger (Grüne).

„Massive Schieflage zwischen Geschlechtern“

Bereits fünfzehn Femizide wurden dieses Jahr in Österreich verübt. „Frauenmorde sind die schlimmstmögliche Eskalation eines umfassenden Problems. Das gesellschaftliche Zusammenleben ist geprägt von einer massiven Schieflage zwischen den Geschlechtern. Eine Ausprägung ist Männergewalt, genährt von männlichem Besitz- und Anspruchsdenken gegenüber Frauen“, sieht Schobesberger die Problematik. Umso wichtiger sei deshalb die vom Gemeinderat beschlossene Ausweitung des Gewaltschutz-Projektes im Familienzentrum Pichling. Zusätzlich soll daran gearbeitet werden, auch von Land und Bund weitere Mittel dafür zu bekommen.

Intervention und Prävention

Agiert wird im Projekt auf zwei Ebenen – Intervention und Prävention. Weiters sind dabei die „Opferschutzorientierte Täterarbeit“ neu entwickelt sowie alle anderen Beratungsleistungen erweitert worden. In beiden Pilotjahren ist eine Vollauslastung bei dem Projekt verzeichnet worden.


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