Fit für viele Jobs dank Ausbildung in der Mechatronik
LINZ. Fahrrad-, Kälte- und Fertigungstechnik – drei spannende und zukunftssichere Berufsfelder der Mechatronik.

Auf was es jungen Menschen bei der Berufswahl ankommt? Freude an der Arbeit, Herausforderung und Abwechslung. In diesem Artikel stellt die Wirtschaftskammer Oberösterreich drei spannende und sehr unterschiedliche Lehrprogramme der Mechatronik vor, die tolle Entwicklungsmöglichkeiten in gefragten Branchen versprechen: die Ausbildung in der Fahrradtechnik, der Kältetechnik sowie der Fertigungstechnik.
Akku, Wireless, Software-Updates – so modern ist die Fahrradtechnik
Dass Service rund ums Thema Fahrrad heute nicht mehr nur heißt Bremsen zu richten oder eine Gangschaltung einzustellen, weiß Hannes Gründlinger von HG bike & race. Moderne Fahrräder verfügen über Hightech-Materialen, hydraulische Bremsen sowie drahtlose Schaltgruppen. E-Bikes haben Motoren und Akkus und obendrein läuft bei manchen Systemen eine Software, die ab und an auch upgedatet werden will. Kurz: Komplexität fast wie beim Auto. Da braucht es eine fundierte Ausbildung, die sowohl mechanische als auch elektronische Aspekte abdeckt. „Das Wichtigste bei uns ist der Hausverstand und die Begeisterung fürs Radfahren. Als Fahrradtechniker kann man sein Hobby zum Beruf machen – als Bursch wie als Mädl“, weiß Gründlinger.
Kältetechnik: der Überhitzung keine Chance
Klemens Mittermayr, Geschäftsführer von Energietechnikspezialist M-TEC, weiß Bescheid, wenn es um die richtige Temperatur geht. Die kann im Haus oder einem Serverraum im behaglichen Spektrum liegen, bei frischen Lebensmitteln oder Medikamenten gerade noch im Plusbereich, aber bei Tiefkühlware oder Spezialtechnik natürlich auch deutlich unter Null. Man merkt, die Einsatzbereiche der sogenannten Kältetechnik sind mannigfaltig. Und ist die Ausbildung physisch anstrengend? Machen das auch junge Frauen? „Hin und wieder ist eine Maschine zu tragen, aber dann ist man auch zu zweit“, erklärt der stellvertretende Innungsmeister. „Und ja, wir haben auch junge Damen und die stehen den Jungs in überhaupt nichts nach.“
Fertigungstechnik: ein interdisziplinäres Feld
Die Fertigungstechnik beschäftigt sich mit der Herstellung von zumeist einzelnen Teilen, wobei handwerkliches Geschick und gutes räumliches Vorstellungsvermögen wichtig sind. Doch die Grenzen dieser Disziplin sind fließend, wie Wolfgang Gassner von der Gassner GmbH deutlich macht, dessen Firma auf die Produktion von Verpackungsmaschinen spezialisiert ist. So warten hier Aufgaben vom Maschinenbau bis zur Automatisierungstechnik, wo es mitunter auch mehr um das Gesamtsystem geht. „Die Betätigung reicht von der Industrieelektrik bis zur Robotik. Eine Liebe für das Programmieren ist dabei natürlich hilfreich.“ Den Absolventen stehen dann aber alle Türen offen.

