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LINZ. Der Linzer Stadtsenat hat beschlossen das Projektvorhaben „Klimaachse Linz OST-WEST“ umzusetzen. In dem Konzept soll die Lederergasse als wesentliche Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Hafen neu gestaltet werden. 

Die Lederergasse in Linz. (Foto: Volker Weihbold)
Die Lederergasse in Linz. (Foto: Volker Weihbold)

Das Projekt wurde vom Klimabeirat der Stadt Linz bereits als förderungswürdig bewertet. Für die Erstellung des Konzeptes sind 22.000 Euro veranschlagt. Mit der Umsetzung beauftragt wurde das Studio Kordial aus Bremerhaven (Deutschland).

Weiterentwicklung des „HARBORIA-Konzepts“

Das Konzept ist eine Weiterentwicklung des im Rahmen des „Identity City Labs“ in der Tabakfabrik entwickelten Vorgängerprojekts. Die Lederergasse als Verbindungsachse zwischen Hafen und Altstadt soll mit Bewusstseinsbildenden Maßnahmen zu einer „Klima-Achse“ werden. Ziel ist es, eine Umgestaltung dieses Straßenzuges mit besonderem Fokus auf die Auswirkungen auf Umwelt und Klimawandel zu erarbeiten. Die Bewohner des Gebiets um die Lederergasse sind in die Projektentwicklung eingebunden. Im Rahmen eines Intensivwochenendes ist ein offener Gestaltungs- und Bauworkshop geplant, darüber hinaus sollen Pop-up-Interventionen über das Vorhaben informieren.

„Miteinbeziehung der Wohnbevölkerung“

„Die Lederergasse stellt eine wichtige Querverbindung zwischen der Innenstadt und dem Linzer Hafen dar. Das gesamte Gebiet erfährt derzeit durch die Realisierung wichtiger Stadtentwicklungs-Landmarks, wie etwa dem ‚Projekt Neuland“ am Hafen durch die Linz AG oder durch die pulsierende Tabakfabrik, laufend eine wesentliche Aufwertung. Besonderes Augenmerk wird bei der Umsetzung des aktuellen Konzeptes auf die Miteinbeziehung der Wohnbevölkerung gelegt, um eine tragfähige, nachhaltige Lösung zu ermöglichen“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

„Radfahren und Gehen sollen höheren Stellenwert einnehmen“

„Die Achse zwischen Innenstadt und Hafen ist unverzichtbar für den Linzer Stadtverkehr, schließlich liegen etwa mit dem Hafen- bzw. Industriegebiet aber auch dem Linzer Posthof zahlreiche ‚Points of Interest‘ auf dieser Strecke. Gleichzeitig ist diese Gegend ein beliebtes Wohnviertel. Bei der Entwicklung des Gebietes sollen daher besonders aktive Mobilitätsformen, sprich Radfahren und Gehen, einen wesentlich höheren Stellenwert als bisher einnehmen, weshalb auch die Abteilung Mobilitätsplanung der Stadt Linz in das Projekt intensiv mit eingebunden ist“, so Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Martin Hajart.

Architektin und Transformationsdesignerin mit Linz-Bezug

CEO des Studio Kordial ist die Transformationsdesignerin und Illustratorin Hannah Kordes. Sie ist ausgebildete Architektin mit Fokus auf Kreislaufdesign und soziale Raumgestaltungsprozesse. Für ihre künstlerische Arbeit wurde sie mit mehreren Leistungsstipendien und Preisen, darunter auch dem Linzer Innovationspreis für Stadtentwicklung ausgezeichnet. Ihre Zeichnungen und Projekte wurden international ausgestellt und waren auch in Linz im Architekturforum (afo), in der Kunstsammlung OÖ, im Stadtmuseum NORDICO und im Kulturquartier (OK) zu sehen. Auch die wissenschaftliche Mitarbeit an der Kunstuniversität Linz (Basehabitat) und die Veröffentlichung in der Publikation „Stadtoasen“ (Stadtmuseum NORDICO) offenbaren den Linz-Bezug der Designerin.


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