Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Klimachecker at Work geht weiter: Lehrlinge als Klimabotschafter in Leitbetriebe

Nora Heindl, 19.10.2022 08:50

OÖ. Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr wird das Projekt „Klimachecker at Work – Lehrlinge als Klimabotschafter“ vom Klimabündnis Oberösterreich auch heuer wieder durchgeführt.

V. l.: Günther Schallmeiner (Leiter Siemens Niederlassung OÖ), Lukas Kalischek (Siemens Auszubildender), Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder sowie Beate Dunzinger (Projektleiterin Klimachecker, Klimabündnis OÖ). (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

Im Rahmen dieses Projekts erhalten Lehrling, betreut vom Klimabündnis OÖ, eine umfassende Ausbildung zum Thema Klimaschutz und Klimawandelanpassung und bringen anschließend ihr neu gewonnenes Wissen in ihrem Unternehmen ein. Die Lehrlinge entwickeln ein Klimaschutzprojekt speziell für ihre Arbeitsstätte, um auch Kollegen mit dem Thema in Berührung zu bringen und zum Handeln zu motivieren. So entstehen konkrete Erfahrungen, von denen sowohl die Jugendlichen als auch die Unternehmen profitieren.

Aus sechs oberösterreichischen Betrieben nehmen über 40 Lehrlinge am diesjährigen Projekt teil. Die Branchen der Unternehmen und die Lehrberufe sind genauso vielfältig wie die Umsetzungsideen. Bei Siemens Oberösterreich sind über 20 Lehrlinge, aufgeteilt in sechs Projektgruppen, mit dabei.

„Es ist eine Freude, zu sehen, wie engagiert die Lehrlinge im Projekt arbeiten. Die vielseitigen Ideen und die Begeisterung bei der Ausarbeitung sind beeindruckend. Die Auszubildenden können im Betrieb etwas bewirken, werden von Kolleginnen und Kollegen gesehen, bei Bedarf unterstützt und stets wertgeschätzt. Die Jugendlichen übernehmen Verantwortung für den Bereich Klimaschutz und kreieren somit ihre Zukunft selbst“, sagt Projektleiterin Beate Dunzinger vom Klimabündnis OÖ.

Umdenken fördern

Die Projekte werden auch genutzt, um das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz der Mitarbeiter im Unternehmen zu stärken. Dies geschieht unter anderem durch die Veröffentlichung von Klimatipps durch die Lehrlinge bzw. die Kommunikation des Projektfortschritts in unternehmensinternen Medien.

Doch nicht nur das Unternehmen und dessen Mitarbeiter profitieren von den entwickelten Ideen. Die Lehrlinge ziehen Vorteile, sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich, indem sie sich umfassendes Wissen zu den Themen Klimawandel und Klimaschutz aneignen. Qualifikationen wie Projektmanagement und Nachhaltigkeit bringen den Jugendlichen Pluspunkte in der Arbeitswelt. Gleichzeitig ist auch das Bewusstsein über die eigenen Handlungsoptionen im Kampf gegen den Klimawandel ein wesentlicher Aspekt, der vermittelt wird.

Klimaschutz auf allen Ebenen

„Wir sehen die oberösterreichische Wirtschaft und Industrie als ausschlaggebende Partner im Kampf gegen die Klimakrise. Gerade viele kleine und mittlere Betriebe in Oberösterreich sind längst VorreiterInnen in Sachen Klimaschutz und machen sich Überlegungen über die Zukunft und wie sie in ihren Unternehmen CO2 Emissionen einsparen oder gar auf null senken können. Mit den Klimacheckern wollen wir den Diskurs über Klimaschutz im Betrieb ausgehend von den Lehrlingen über die Mitarbeiter bis zur Unternehmensführung verstärken und verankern. Wenn wir im Kampf gegen die Klimakrise erfolgreich sein wollen, müssen wir engagierten Klimaschutz auf allen Ebenen denkmöglich machen“, so Klimalandesrat Stefan Kaineder.

Siemens OÖ als großer Projektpartner

„Dieses Projekt zeigt einmal mehr auf, wie sehr unseren nachfolgenden Generationen das Thema Umwelt am Herzen liegt. Gerade bei uns bei Siemens wollten zahlreiche Auszubildende gleich von Anfang an dabei sein, um ihre Ideen im Rahmen dieses Projektes einreichen zu können. Ich bin höchst beeindruckt, mit welchem Engagement und Herzblut unsere jungen Mitarbeitenden an die Sache herangehen und ihren Teil für die Gesellschaft, ihre Mitmenschen und die Zukunft unseres Planeten leisten wollen“, so der Siemens Oberösterreich Niederlassungsleiter, Günther Schallmeiner.

„Ich bin begeistert davon, wie viele junge Menschen sich in meiner Generation auf unterschiedliche Art und Weise für den Klima- und Umweltschutz engagieren und ich bin schon sehr gespannt, was ich auch aus anderen Unternehmen, mit anderen Kollegen und von Experten an Erfahrung, Wissen und Kreativität mitnehmen kann“, freut sich Lukas Kalischek, Siemens Auszubildender.

Seit 175 Jahren treibt es Siemens an, den Alltag von Menschen auf der ganzen Welt zu verbessern. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden bei ihren beschleunigten Nachhaltigkeitszielen in den Bereichen Industrie, Gebäude, Energienetze und Mobilität. Siemens in Oberösterreich ist innerhalb des gesamten Konzerns ein Kompetenzzentrum und beschäftigt sich unter anderem mit der weltweiten Entwicklung digitaler Energiemanagementlösungen für die Industrie. Nur durch die Sammlung und intelligente Auswertung von Daten ist es möglich, Verbesserungspotenziale in der Industrie oder im Gebäudesektor zu erkennen und ressourceneffiziente Lösungen zu realisieren.

Am Standort Linz, dem Siemens>Innovationhub>Oberösterreich, arbeiten knapp 700 Mitarbeitende in enger Zusammenarbeit mit ihren Kunden tagtäglich an einer besseren Zukunft. 

Für das kommende Jahr gibt es bereits wieder viele Lehrlinge und Unternehmen, die teilnehmen wollen. Interessierte Unternehmen können sich beim Klimabündnis OÖ melden und ihre Lehrlinge für die Klimachecker at Work anmelden. 

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden