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LINZ. Künstliche Intelligenz soll in Zukunft auch eine wesentliche Rolle im Straßenverkehr spielen. Ein Pilotprojekt zu sogenannten Kooperativen intelligenten Verkehrssystemen soll nun auch in Linz umgesetzt werden – wenn der Gemeinderat zustimmt.

In Zukunft soll durch C-ITS Staus und Wartezeiten an Ampeln vermieden werden. (Foto: Oliver Boehmer/bluedesign/stock.adobe.com)

In der Zukunft sollen Ampeln mit Autos kommunizieren: Die Ampel meldet, in wie vielen Sekunden sie auf Grün umschaltet, dem Fahrer des Autos wird die optimale Geschwindigkeit angezeigt, um die Ampel während der Grünphase zu erreichen. Das ist nur eine der Anwendungsmöglichkeiten von sogenannten kooperativen intelligenten Verkehrssystemen, die künftig in realen Verkehrssituationen erprobt werden sollen.

Forschungsprojekt: Linzer Teilnahme von Gemeinderat abhängig

Im Rahmen des Forschungsprojektes „X4ITS“ soll die Einführung, Erprobung und Harmonisierung von kooperativen intelligenten Verkehrssystemen und Diensten am Beispiel der Stadt Linz untersucht werden. Konkret geht es dabei um die Kommunikation zwischen Autos beziehungsweise mit Ampeln. Mit den daraus gewonnenen Informationen sollen die Sicherheit und Lenkung des Verkehrs verbessert sowie Emissionen reduziert werden. Die Teilnahme am Projekt soll in der kommenden Gemeinderatssitzung beschlossen werden.

Teststrecke über untere Donaulände, Gruberstraße und Prinz-Eugen-Straße

Auf einer ausgesuchten Teststrecke sollen Linzer Gemeindestraßen, Kreuzungen und Ampeln mit zusätzlichem Mess-Equipment ausgestattet werden. Diese wird voraussichtlich zwischen den Knoten Hafenstraße/A7 und Prinz-Eugen-Straße/A7 über die Untere Donaulände, Gruberstraße und Prinz-Eugen-Straße verlaufen. Die Verbesserung der Verkehrssicherheit und Verkehrslenkung wird anhand von zwei Anwendungsfällen erprobt und evaluiert.

EU-gefördertes Forschungsprojekt

Das Forschungsprojekt C-Roads/X4ITS wird von der EU gefördert und dient dazu, Erfahrungen im realen Verkehr für die kooperativen Dienste zu sammeln – und diese auch umzusetzen. Für die Stadt Linz würde die Teilnahme weit mehr als Prestige bedeuten, hier könne direkt erprobt werden, „wie der Verkehr sicherer, effizienter und umweltfreundlicher wird“, meint Bürgermeister Klaus Luger dazu.

Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Martin Hajart sieht das Forschungsprojekt als großen Schritt Richtung „verbundene intelligente Zukunft des Verkehrs“. Europaweit sei man in guter Gesellschaft von Städten, die den Verkehr von Grund auf neu denken wollen, so Hajart.

Das bedeutet C-ITS

Kooperative und intelligente Verkehrssysteme sowie Dienste werden Fahrzeuge, Verkehrsteilnehmer und Infrastruktur künftig miteinander vernetzen. Unter dem Fachbegriff „Connected Intelligent Transport Systems“ (C-ITS) wurden im vergangenen Jahrzehnt eine einheitliche Systemarchitektur, ein organisatorisches Regelwerk sowie technische Rahmenbedingungen und Technologien erarbeitet.


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