Finanzbildung für junge Menschen: Finanzführerschein an Linzer Fachschule überreicht
LINZ. Der Finanzführerschein Oberösterreich soll junge Menschen fit im Umgang mit Geld machen. Rund 550 Teilnehmern wurde ein Zertifikat überreicht, darunter auch Schüler der Fachschule für Wirtschafts- und Pflegeberufe Oblatinnen Linz.

27 Teilnehmern aus der Fachschule der Schwestern Oblatinnen Linz wurde der Finanzführerschein OÖ von Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer, der Leiterin der Abteilung Konsumentenschutz AK OÖ Ulrike Weiß, Ferdinand Herndler von der Schuldnerhilfe und dem Bildungsdirektor für OÖ, Alfred Klampfer überreicht.
3-stufiges Modell mit Praxisbeispielen
Der Finanzführerschein ist mehrstufig und modular aufgebaut und soll praxisnahes Wissen zum Thema Geld vermitteln. Beispiele aus dem Leben fördern die kritische Auseinandersetzung und kompetentes Handeln in alltäglichen Finanzfragen. Der Führerschein wird in drei Stufen angeboten, diese sind auf unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen abgestimmt. Die Zielgruppe sind Schüler aus Polytechnischen Schulen und Fachschulen, Lehrlinge und Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen und sozialpädagogischen Maßnahmen. Das Angebot wurde bereits in Salzburg und Wien ausgerollt und soll im Frühjahr als Pilotphase in Niederösterreich starten.
„Mindestens so wichtig wie der Autoführerschein“
„Für mich ist klar: man kann nur so viel Geld ausgeben, wie man einnimmt. Der Finanzführerschein ist daher mindestens so wichtig wie der Autoführerschein, um den Einstieg in die Schuldenspirale und somit eine Überschuldung vermeiden zu können. Gerade im Online-Bereich verlocken In-App-Käufe und Kryptowährungen dazu, viel Geld auszugeben. Der Finanzführerschein soll das verhindern“, sagt Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer über die gemeinsame Initiative des OÖ Sozialressorts, der Schuldnerhilfe OÖ und der AK OÖ.
Der Bildungsdirektor für Oberösterreich, Alfred Klampfer, ist ebenfalls vom Ausbildungsprogramm überzeugt: „Die Zusammenarbeit zwischen den Trainern und den Schulen funktioniert hervorragend. Die Schüler profitieren nachhaltig davon für ihr Leben.“
Arbeiterkammer bietet kostenlose Beratung und Hilfe
Der Finanzführerschein soll auch dabei helfen, Konsumfallen zu erkennen und zu meiden. Auf der Website www.fragdieak.at bietet die Arbeiterkammer kostenlose Beratung und Hilfe, auch zu Themen wie Konsumentenrecht und Geld an. „Wir helfen unseren jungen AK-Mitgliedern auch finanziell mit Direktleistungen, zum Beispiel mit 100 Euro für das Fahrsicherheitstraining beim Führerschein oder mit dem Startpaket Wohnen für die erste eigene Wohnung.“ sagt AK-Präsident Andreas Stangl.


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