Job Week OÖ: Betriebe bieten Blick hinter die Kulissen
OÖ. Bei der Job Week OÖ der WKOÖ öffnen Betriebe im ganzen Land von 20. bis 25. März ihre Türen, um potentiellen Mitarbeitern einen Blick in den realen Arbeitsalltag zu gewähren.

In dieser Woche der Berufswahl braucht es weder Bewerbung noch Lebenslauf: Anders als bei Messen sind bei der OÖ Job Week die Unternehmen selbst der Schauplatz. Arbeit- und Lehrstellensuchende sowie Wiederein- und Umsteiger kommen direkt in die teilnehmenden Betriebe, lernen Abläufe und Kollegen kennen, erfahren mehr über Berufe und Aufgabengebiete und können ihr Talent dann gleich auch ausprobieren, denn viele erkennen ihre Stärken und Interessen oftmals erst in der Praxis. Im Idealfall lernen die Betriebe potenzielle Mitarbeiter kennen und die Besucher erhalten die Chance, ihren Traumjob zu finden.
„Die OÖ Job Week bietet die optimale Möglichkeit, das tolle Berufs- und Ausbildungsspektrum unserer Wirtschaft kennenzulernen. Wir rechnen heuer mit rund 450 Betrieben, die an dieser Woche der Berufswahl teilnehmen wollen und kleine, mittlere sowie auch große Unternehmen in ganz Oberösterreich werden vertreten sein. Das Angebot an Informationen und Veranstaltungen ist wieder äußerst umfangreich, wobei die Qualität im Mittelpunkt steht“, erläutert WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.
Über 1.300 Veranstaltungen geplant
Wie sich aus den Erfahrungen aus dem Vorjahr gezeigt hat, haben bei der Begegnung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern vor allem Betriebe mit individuellen Angeboten besonders gepunktet. Und auch für dieses Jahr haben sich die Unternehmen interessante und kreative Angebote einfallen lassen, von einem Backworkshop bis zur Spenglerolympiade ist die Auswahl groß. Insgesamt über 1.300 Veranstaltungen sind bereits angemeldet.
„Ob Ausbildungs- und Arbeitssuchende, jung und alt oder Schüler und Erwachsene: Für jede und jeden ist ein passendes Angebot dabei“, betont Hummer und ist zuversichtlich, dass diese Woche der Berufswahl auch heuer wieder in der Folge zu rund 1.000 Bewerbungen und aktiven Anfragen führen wird. Wer letztlich einen Fuß in der Tür hat, für den stehen die Chancen gut: nach dem Probearbeiten wechseln 57 Prozent in ein Dienstverhältnis.
Zudem hat der Mangel an Fach- und Arbeitskräften mittlerweile alle Branchen fest in der Hand, und der demografische Wandel lässt keine Verbesserung in den nächsten Jahren erwarten. In Oberösterreich gab es im Jahresdurchschnitt 2022 31.292 offene Stellen. Dem standen durchschnittlich 28.740 Arbeitslose gegenüber. „Wir dürfen daher keine Mittel und Wege ungenützt lassen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken“, so Hummer.
Neue Präsentationsform für Klein- und Mittelbetriebe
Insbesondere Klein- und Mittelbetriebe wünschen sich neue Ideen und konkrete Umsetzungsvorschläge, wie sie im Bereich der Ansprache neuer Mitarbeiter — beispielsweise durch den Einsatz neuer Kommunikationsformen — erfolgreich sein könnten. „Mit der OÖ Job Week bieten wir als Wirtschaftskammer unseren Unternehmen eine neue Präsentationsform an, um mit Job- und Lehrplatzsuchenden in Kontakt zu treten, die sie mit konventionellen Mitteln vielleicht nicht erreichen würden“, ergänzt WKOÖ-Direktor Gerald Silberhumer.
Zusammenarbeit mit Bildungsdirektion und Arbeitsmarktservice
Die OÖ Job Week ist branchen- und bezirksübergreifend und nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ arbeitet die Woche der Berufswahl der Wirtschaftskammer Oberösterreich mit wichtigen Kooperationspartnern zusammen, beispielsweise mit der Bildungsdirektion OÖ und dem Arbeitsmarktservice.
„Die Anforderungen an die Arbeitskräfte haben sich ebenso gewandelt wie die Ansprüche der Umworbenen. In Zeiten des Wettbewerbs um Arbeitskräfte müssen Betriebe schneller entscheiden, aktiver und attraktiver werden. Daher unterstützt das AMS OÖ die OÖ Job Week und empfiehlt allen Arbeitsuchenden, Veranstaltungen im Rahmen der OÖ Job Week zu besuchen“, so AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer.
„Diese Woche der Berufswahl soll für Schülerinnen und Schüler eine wichtige Unterstützung bei der Entscheidung über den weiteren Karriere- oder Ausbildungsweg sein“, motiviert Oberösterreichs Bildungsdirektor Alfred Klampfer alle Jugendlichen dazu, die Chancen im Rahmen der OÖ Job Week zu nutzen und Unternehmensluft zu schnuppern.
Einblicke in die Unternehmen
„Mit der OÖ Job Week ist es ganz einfach, Einblicke in Unternehmen zu bekommen und sich über die Arbeitsbedingungen zu informieren“, schätzt Robert Oberfrank, Projektleiter der OÖ Job Week und Leiter der WKOÖ-Abteilung Bezirksstellen den unmittelbaren Kontakt in lockerer Atmosphäre und ergänzt: „Der Vorteil ist, dass Interessierte — ohne vorher eine Bewerbung oder einen Lebenslauf schreiben zu müssen — direkt in die Betriebe kommen können. Und Firmenchefs lernen damit möglicherweise zukünftige Mitarbeiter oder Lehrlinge gleich persönlich kennen.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden