In Zukunft herrscht "Grüne Welle" für Einsatzfahrzeuge
LINZ. In der Polizei-Landesleitzentrale wurde die neue Einsatzroutenschaltung erfolgreich getestet. Das bedeutet: Für Blaulicht-Organisationen kann von dort aus im Einsatzfall eine „Grüne Welle“ freigeschaltet werden.

Mit dieser Möglichkeit zur Ampelschaltung ist für eine schnelle und sichere Anfahrt von Rettungsfahrzeugen gesorgt. Das Herzstück am hochmodernen Standort ist der mehr als 300 Quadratmeter große Einsatz-Koordinationsraum, wo seit diesem Sommer sämtliche Notrufe aus ganz OÖ zusammenlaufen und täglich rund 600 Einsätze koordiniert werden.
System schon bald im Einsatz
Künftig können mit dem System von dort aus Schaltbefehle selektiv-zeitversetzt an die betroffenen Ampeln entlang der Einsatzroute gesendet werden, und somit der Straßenzug auf der Einsatzroute des Rettungsfahrzeugs hintereinander auf „Grün“ geschaltet werden. Der Einsatzleiter ist mit einem Polizei-Lotsenfahrzeug in Kontakt, der die Rettungsfahrt absichert und begleitet. Nach der Durchfahrt werden die Anlagen wieder in den Normalbetrieb zurückgeschaltet. In einem nächsten Schritt werden die diensthabenden Polizisten eingeschult und die Rettungsorganisationen informiert.
Erfolgreicher Testlauf
Der finale Test wurde mit einer der Haupteinsatzrouten – von der Autobahn A7 zum Unfallkrankenhaus – vom Linzer Mobilitätsreferenten Vizebürgermeister Martin Hajart persönlich durchgeführt. Durch die intuitive Bedienoberfläche war das nach einer kurzen Erklärung problemlos möglich. Der Test war erfolgreich: Das Polizeifahrzeug konnte bei der Testschaltung alle vier betroffenen Ampeln ohne Verzögerung erfolgreich durchfahren und war innerhalb kürzester Zeit beim Unfallkrankenhaus.


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