Politstreit um Personalsituation in Kinderbildungseinrichtungen
LINZ. Die SPÖ Bildungssprecherin im oberösterreichischen Landtag, Doris Margreiter, kritisiert die Personalsituation in Kindergärten und Krabbelstuben des Landes. Der OÖVP-Landtagsklubobmann Christian Dörfel reagierte am Freitag auf die Vorwürfe.

Laut einer Anfragebeantwortung von Bildungsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander an die Landes-SPÖ müssen 290 Gruppen in Kindergärten und Krabbelstuben von Assistenzgruppen geführt werden. Die Anzahl der Gruppenleiterinnen, welche die fachlichen Qualifikationen nicht erfüllen, sei sprunghaft angestiegen, so Margreiter den OÖN gegenüber. Sie sieht als Grund dafür eine „vernachlässigte Personalplanungen der vergangenen Jahre.“
„Sicher nicht der Idealzustand“
Christian Dörfel meint in einer Aussendung dazu: „Das ist sicher nicht der Idealzustand. Ein genauerer Blick auf die Statistik zeigt aber, dass von den 290 Gruppen mehr als die Hälfte auf Einrichtungen der Stadt Linz entfallen.“ Er zieht einen Vergleich mit Wels und Steyr, dort würden sechs bzw. zwei Gruppen ausnahmsweise von Assistenten geführt, während es in Linz 157 seien.
„Offensichtlich sind die Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen der Stadt Linz trotz intensiverer Bemühungen des Landes Oberösterreich besonders schwierig und die Fluktuation deshalb enorm hoch“, sagt Dörfel. 2021 seien in Linz mit 13 Krabbelstuben- und 29 Kindergartengruppen noch deutlich weniger von Assistentinnen und Assistenten geführt worden.


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