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Linzer Stadtbauernförderung wird neu aufgestellt: Hohe Bereitschaft für Naturschutz unter den Landwirten

Anna Fessler, 27.02.2024 12:06

LINZ. Das Linzer Förderprogramm zur ökologischen Landwirtschaft gibt es seit 1993, nun sollen durch eine neue Förderrichtlinie auch kleine landwirtschaftliche Betriebe angesprochen werden.

  1 / 2   Laut einer Umfrage im Vorfeld der "Linzer Stadtbauernförderung neu" zeigen die Linzer Betriebe eine hohe Bereitschaft, Naturschutzmaßnahmen auf ihren Flächen umzusetzen. (Foto: Volker weihbold)

Die sogenannte Linzer Stadtbauernförderung ist ein jährlich mit 90.000 Euro dotierter Fonds, der die Landwirte bei der Umsetzung von ökologischen Maßnahmen unterstützt. Im Jahr 2023 wurden rund 60 Anträge bewilligt.

Neues Förderprogramm soll auch kleinere Betriebe ansprechen

Durch eine neue Förderrichtlinie soll das Programm noch stärker vom parallel laufenden österreichweiten Förderprogramm ÖPUL abgegrenzt werden. Damit sollen auch kleine Betriebe, die nicht am ÖPUL-Programm teilnehmen können, angesprochen werden. Linz will stattdessen ein einzigartiges Förderprogramm für Landwirte, die den Linzer Grüngürtel erhalten und pflegen, anbieten. Ein entsprechender Antrag wird dem Linzer Gemeinderat am 21. März zur Beschlussfassung vorgelegt. Für interessierte Landwirte soll es in weiterer Folge eine Infoveranstaltung geben.

Das wird gefördert

Das Förderprogramm beinhaltet Maßnahmen wie etwa den Verzicht auf aktive Düngung auf kleinen Wiesenflächen und Teilen von größeren Mähwiesen. Vom daraus folgenden reichhaltigen Blütenangebot profitieren Insekten, deren Biodiversität stark rückgängig ist. Diese Maßnahme soll vor allem die Grünlandbetriebe im Norden der Stadt ansprechen. Gefördert werden soll zudem die Anlage und Pflege von Ackerrainen, die Pflege von Ackerrandstreifen, der Pflege- und Verjüngungsschnitt von Obstbäumen sowie der Erhalt von stehendem Totholz.

„Mit unserer Förderung unterstützen wir die Landwirt*innen beispielsweise beim Erhalt und der Pflege von artenreichen Wiesen und Böschungen, Ackerrandstreifen und Rainen. Wir müssen alles tun, um unsere heimische Pflanzen- und Tierwelt und somit intakte Lebensräume zu schützen und zu erhalten.“, so Naturschutzreferentin Klimastadträtin Eva Schobesberger. 

Landwirte-Umfrage im Vorfeld: hohe Bereitschaft zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen

Für die Abwicklung zuständig ist die Naturkundliche Station der Stadt Linz, die dortigen Mitarbeiter sind laufend mit den Stadtbauern in Kontakt und beraten über ökologische und naturschutzrelevante Maßnahmen. Vor der Überarbeitung der bestehenden Förderungen wurde eine Umfrage bei den betroffenen Landwirten durchgeführt, die hohe Rücklaufquote lasse auf eine hohe Bereitschaft zur aktiven Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen auf deren eigenen Flächen schließen, so die Stadt Linz in einer Aussendung.


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