Grüne wollen Projekte bei Linzer Uni im Gemeinderat thematisieren
LINZ. Die Grünen sorgen sich um den Grüngürtel bei der Linzer Johannes Kepler Universität. Zuletzt wurde kolportiert, dass dort ein „Ökosystem für Start-ups“ angesiedelt werden sollen.
„IT:U und die Ansiedelung von Start-ups haben eines gemeinsam: Sie gehören in die Innenstadt und weder auf die grüne Wiese noch in den Wald“, hält Tomislav Pilipović, Planungssprecher der Grünen Linz fest. Deshalb stellt er in der kommenden Gemeinderatssitzung eine Anfrage zu dem Vorhaben der Start-up-Ansiedelung.
Falscher Standort
„Dass der Wald hinter der Kepler-Uni der beste Ort ist, an dem sich Forschung und Unternehmen begegnen können, wie es in Medien geheißen hat, ist genauso zu bezweifeln wie die Sinnhaftigkeit, eine neue Universität am Stadtrand auf einer weitgehend unverbauten Fläche zu errichten“, so Pilipović.
In seiner Anfrage an den Bürgermeister will der Planungssprecher der Grünen Linz daher unter anderem wissen, wo sich aus Sicht der städtischen Planungsexperten außerhalb des Grüngürtels geeignete Flächen für ein „Ökosystem für Start-ups“ befinden und welche Standortparameter, wie zum Beispiel eine gute Öffi-Anbindung, geeignete Standorte zu erfüllen haben. Ebenfalls Teil der Anfrage ist, ob es derartige Standortüberlegungen außerhalb des Grüngürtels, eventuell auch im Zusammenhang mit der IT:U gibt.
Bürgerinitiative kritisiert
Die Bürgerinitiative „Retten wir den Grüngürtel“ indes kritisiert, dass man seitens der Verantwortlichen keine Informationen zur IT:U-Ansiedlung bekommt. Ein Mitglied der Initiative hatte Anfragen im Sinne des Informationsfreiheitsgesetz an die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die Landes-Immobiliengesellschaft (LIG), das Land Oberösterreich und die Stadt Linz gestellt, allerdings keine Unterlagen bekommen.
Zur Begründung hieß es, dass bei den Behörden „keine Informationen“, „keine Gutachten“ und „keine Unterlagen“ vorhanden wären.
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