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Zwei Linzer Gründer setzen auf Möbel fürs Leben

Online Redaktion, 16.04.2026 18:00

LINZ. Wer gründet mitten in einer Pandemie ein Möbel-Startup? Florian Holzmayer, der Kopf hinter Balcosy, hat genau das getan. 

Florian Holzmayer und Katharina Leitner (Foto: Thomas Schlader)
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Nach fünf Jahren voller harter Rückschläge und mutiger Neuanfänge steht er nun gemeinsam mit seiner Co-Founderin Katharina Leitner vor einem weiteren Meilenstein: SUNDÅ. Ein patentiertes Wohnsystem, das nicht nur Möbel, sondern eine Lebenseinstellung ist.

Der Moment der Entscheidung

In den letzten fünf Jahren gab es für Holzmayer viele Momente, in denen die Frage „Aufgeben oder Weitermachen?“ im Raum stand. „Ich habe mich oft gefragt, ob der Aufwand es wert ist“, gibt er offen zu. Doch heute, nach fünf Jahren Achterbahnfahrt, ist seine Antwort ein klares: „Jetzt erst recht.“ Für ihn ist das Unternehmertum kein bloßer Job, sondern die Chance, durch persönliches Wachstum echten Wert zu stiften.

SUNDÅ: Die Lösung für (fast) alle Wohnprobleme

Während das erste Projekt noch eine clevere Balkon-Alternative war, ist SUNDÅ ein hochkomplexes System. Die zündende Idee dazu stammt nicht von Holzmayer selbst, sondern von Leitner, die seit letztem Jahr unter anderem aus Skandinavien starke Design-Expertise einbringt.

„Ich durfte ihr Anfang letzten Jahres fünf Jahre geballte Learnings aus dem Markt, der Produktion und unzähligen Kundengesprächen übergeben. Sie hat daraus etwas Geniales und Ästhetisches geformt“, so der Gründer.

In SUNDÅ stecken buchstäblich die Lösungen für alle Probleme, die Kunden Holzmayer in den letzten Jahren geschildert haben. Dass das Konzept aufgeht, zeigte der Vorverkauf im Februar: Innerhalb kürzester Zeit war das System komplett ausverkauft.

Handschlagqualität statt Massenware

Was Holzmayer in keinem Lehrbuch gelernt hat, aber heute lebt: „Eine Hardware-Gründung steht und fällt mit den Beziehungen zu den Partnern.“ Deshalb bleibt er regional. Gemeinsam mit der Tischlerei Pecherstorfer aus dem Bezirk Eferding wurde die Produktion so optimiert, dass sie 80 Prozent effizienter ist als bei herkömmlichen Maßmöbeln – und das bei 100 Prozent „Made in Austria“. Durch eine strategische Beteiligung ist die Tischlerei nun sogar Miteigentümer.

Material mit Rückgrat

Gegen den Trend der billigen Spanplatten setzten Holzmayer und Leitner auf massive EU-Buche und Edelstahl. „Wir wollen Produkte, die Jahrzehnte halten und nicht beim zweiten Umzug auseinanderfallen.“ Dass dieser Qualitätsanspruch ankommt, zeigt die Nachfrage: Eine Varianten in Eiche ist bereits in Planung und kann bereits auf der Homepage vorgemerkt werden.

Persönlich statt anonym

In der Welt des schnellen Online-Shoppings gehen die zwei Gründer einen anderen Weg. Sie liefern die ersten Serien persönlich aus. „Das bringt uns näher zu den Menschen. Wir gestalten Räume, die sich mit den Bewohnern verändern – statt gegen sie zu arbeiten.“

Während der neue Online-Shop bereits live ist, bleibt die persönliche Beratung das Steckenpferd des Duos. Denn SUNDÅ ist erst der Anfang: Langfristig sollen die flexiblen Module nicht nur Wohnzimmer, sondern auch moderne Büros und öffentliche Räume in Oberösterreich erobern.


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