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LINZ. Im Rahmen der laufenden KI-Tour der Wirtschaftskammer (WK) OÖ verwandelte sich das Haus der Wirtschaft in einen lebendigen Marktplatz für digitale Innovation. 

KI-Messe im Haus der Wirtschaft (Foto: WKOÖ)
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Das Postfach quillt über, die Ausschreibung drängt und offene Stellen bleiben unbesetzt – ein Szenario, das derzeit viele oberösterreichische Betriebe betrifft. Die Frage ist heute längst nicht mehr, ob KI wichtig ist, sondern wie und wo Unternehmen in der Praxis damit starten können.

Um mögliche Antworten zu liefern fand unter dem Motto „KI erleben und begreifen“ fand die KI-Erlebnismesse statt. Elf führende IT- und KI-Unternehmen – die meisten davon direkt aus Oberösterreich – präsentierten konkrete, regionale Lösungen und Dienstleistungen.

Produktivität steigern, Wettbewerbsfähigkeit sichern

WKOÖ-Vizepräsidentin Lisa Sigl betonte in ihrer Eröffnungsrede die Dringlichkeit des Themas in geopolitisch und wirtschaftlich herausfordernden Zeiten: „Wir müssen Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen und unseren Standort weiter stärken. Das wird uns maßgeblich durch eine Produktivitätssteigerung gelingen, bei der KI ganz klar ein Schlüsselfaktor ist.“

Digitale Souveränität und KI zum Anfassen

Ein zentrales Thema der Messe war die digitale Souveränität und die Kontrolle über die eigenen Unternehmensdaten, denn bei der KI geht es nicht nur um Technologie, sondern vor allem um die Daten.

Wie das in der Praxis funktioniert, zeigten die Aussteller in knackigen, dreiminütigen „Lightning Talks“ auf der Bühne. Mit dabei waren

  • FiveSquare (Linz): Stellte ihre Plattform „Karli“ vor, die für europäische Datensouveränität steht und es ermöglicht, kritische KI-Prozesse in Österreich zu betreiben.
  • AI Factory Austria: Das nationale Kompetenzzentrum bietet Betrieben kostenfreien Zugang zu europäischen Supercomputern und KI-Expertise.
  • 5o6.ai (Linz): Präsentierte mit „Kollega“ autonome digitale KI-Mitarbeiter, die repetitive End-to-End-Prozesse im Unternehmen sicher und datenschutzkonform automatisieren.
  • Ecommation: Zeigte auf, wie KMU mit KI-Unterstützung das Recruiting und die Mitarbeitergewinnung treffsicherer gestalten können.
  • Zynd: Stellte mit „Elvis“ einen KI-Assistenten vor, der speziell für Handwerksbetriebe entwickelt wurde und direkt via WhatsApp den Zugriff auf z.B. Herstellerkataloge auf der Baustelle erleichtert.
  • Smartpoint: Demonstrierte die Integration von KI und datenbasierten Workflows in der Microsoft-Welt (z. B. Copilot).
  • Think AI: Fokussiert sich auf den „Personalverleih“ für digitale Teammitglieder, um KI-Systeme ohne technisches Vorwissen sofort einsatzbereit ins Unternehmen zu holen.
  • INDIMA: Erklärt, wie behördliche oder universitäre Qualifikationsbewertungen internationaler Fachkräfte durch KI von Wochen auf wenige Minuten verkürzt werden können.
  • THX: Unterstützt Unternehmen dabei, durch strukturierte Prozesse und Klarheit in der Organisation das richtige Fundament für den KI-Einsatz zu gießen.
  • The AI Lab Factory – Klaus Lindinger baut mit der AI Lab Factory eigene Lab-Formate, gemeinsam mit Forschung und Industrie.
  • Digital Blocks bündelt mit „Qairo“ die Betriebssteuerung an einem Ort: ein KI-Betriebssystem für den Mittelstand.

Vom Spielplatz in die Praxis

Nach den Impulsvorträgen nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, an den Messeständen direkt ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und die Tools zu testen.

„Unser Ziel war es, den Betrieben die Angst zu nehmen und konkrete Impulse zu liefern, die sie sofort im eigenen Betrieb umsetzen können“, so Wolfgang Pastl aus dem Innovationsmanagement der WKOÖ. 


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