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"Grenzüberschreitend Leben retten" nimmt konkrete Formen an

Daniel Schmidt, 10.11.2016 16:29

LITSCHAU. Beim Ausschuss der Europaregion Silva Nortica Südböhmen-Waldviertel am 4. November im Stadtamt Litschau berichteten Landesrat Maurice Androsch (SPÖ), der Geschäftsführer von Notruf 144, Chwojka, und der Direktor des Rettungsdienstes Südböhmen, Slabý, über den Staatsvertrag zwischen Niederösterreich und den beiden tschechischen Kreisen Südböhmen und Südmähren, der grenzüberschreitende Rettungseinsätze ab sofort möglich macht.

V.l.: Chwojka (Notruf 144), Bürgermeister Mrvka, Johann Hofbauer (Obmänner Euregio Silva Nortica), Bürgermeister Rainer Hirschmann, Josef Strummer (NÖ.Regional.GmbH), Landesrat Maurice Androsch (Landesregierung NÖ), Hložek (ERSN) undSlabý (Rettungsdienst Südböhmen) Foto: NLK/Feilinger

„Vor drei Wochen wurde zwischen dem Land NÖ und der tschechischen Seite ein Vertrag unterzeichnet, der es ermöglicht, dass verunfallte bzw. erkrankte Menschen vom nächstgelegenen Rettungsstützpunkt versorgt werden – egal, ob diesseits oder jenseits der Grenze. Das Rettungsmittel – egal ob Einsatzfahrzeug oder Hubschrauber – welches am schnellsten am Notfallort sein kann, kommt dorthin und bringt den Verunglückten bzw. Erkrankten in das nächste, für den bestehenden Notfallgrad bestgeeignete Krankenhaus“, so Landesrat Androsch.

„Der Vertrag ist eine große Errungenschaft im Rettungsdienst zwischen der Tschechischen Republik und der Republik Österreich und stellt einen Meilenstein in meiner persönlichen Karriere dar“, meint Chwojka. Derzeit werden die 2.000 Rettungskräfte im Einsatzgebiet auf beiden Seiten der Staatsgrenze geschult. Die Rettungsfahrten basieren auf den juristischen Grundlagen des Standortes des Rettungsteams, auch bei Einsätzen im Nachbarland. Es werden keine Kosten gegenverrechnet. Fährt ein österreichischer Rettungswagen nach Tschechien, so wird mit der tschechischen Krankenkasse verrechnet und umgekehrt.

„Nun gilt es die Menschen über diese bahnbrechende Neuerung zu informieren. Der grenzüberschreitende Rettungseinsatz stellt eine enorme Verbesserung im Gesundheitswesen für das Waldviertel, Südböhmen und Südmähren dar. Der Bevölkerung steht nun ein dichtes Netz an Rettungsfahrzeugen, Sanitätern, Notärzten und Rettungshubschraubern zur Verfügung“, erläutern Johann Hofbauer und Bürgermeister Stanislav Mrvka, die beiden Obmänner der Euregio Silva Nortica.

Der Ausschuss der Europaregion Silva Nortica tagt vier Mal pro Jahr. Das Herbsttreffen 2016 fand in der Stadtgemeinde Litschau statt. Bürgermeister Rainer Hirschmann (ÖVP) führte die Delegierten über den neu gestalteten Stadtplatz. Die beiden Ebenen des Platzes und die Kirche sind nun so miteinander verbunden, dass sie barrierefrei zu bewältigen sind. Durstigen steht nun ein Trinkbrunnen zur Verfügung, und es gibt ausreichend Platz für Straßenfeste, die im Sommer vierzehntägig durchgeführt werden.


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