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LUNZ. Bei der diesjährigen Jännerrallye zeigte Gerald Bachler aus Lunz sein Können. Nach einem fulminanten Start musste die Teilnahme aufgrund der rutschenden Rennkupplung jedoch vorzeitig beendet werden. 

Rallyepilot Gerald Bachler zeigte bei der Jännerrallye sein Können, bis er aufgrund eines Defektes seine Teilnahme bei der Zufahrt zur elften Sonderprüfung abbrechen musste. Foto: rallyfoto.at/Christian Wotawa

Tips: Wie lief die Teilnahme an der Jännerrallye für dich?

Gerald Bachler: Wenn ich das vorzeitige Ende ausblende, war es die bisher „geilste“ Jännerrallye für uns. Wir konnten zehn von 16 Sonderprüfungen fahren und dabei vier Mal eine Top Ten Zeit im Gesamtklassement erreichen. In der achten Sonderprüfung hatten wir sogar die dritte Gesamtzeit, was angesichts unserer finanziellen und technischen Möglichkeiten einer Sensation gleicht und für großes Staunen in der Szene gesorgt hatTips: Waren die Streckengegebenheiten ideal?Bachler: Für unseren Geschmack waren die Streckenverhältnisse perfekt. Es waren alle 220 Sonderprüfungskilometer reine Schneefahrbahn. Besser kann es nicht sein.

Tips: Woher kommt die Faszination für das Rallyefahren auf einer Schneefahrbahn?

Bachler:Da es ja in Lunz bekanntlich sehr oft und sehr viel Schnee gibt, sind wir bereits in jungen Jahren oft in der Nacht ausgerückt um ein bisschen zu „ Driften“. Auch die Strecke zu meiner damaligen Freundin und heutigen Frau hat dazu beigetragen. Sie war im „Kothbergtal“ zu Hause, da war den ganzen Winter eine Schneefahrbahn und ich bin damals mit meinem heutigen Schwager oft um die Wette gefahren- manchmal haben wir auch den Traktor gebraucht. Die Faszination für das Fahren auf Schnee ist auch heute, 30 Jahre später, noch ungebrochen.

Tips: Was war der Grund für das Aus beim diesjährigen Bewerb?

Bachler:Obwohl wir erst im August eine neue Rennkupplung eingebaut haben, hat diese von der achten Bis zur zehnten Sonderprüfung immer mehr zu rutschen begonnen. Bei der Zufahrt zur elften Sonderprüfung hatten wir dann so gut wie gar keinen Vortrieb mehr und mussten die Rallye beenden.

Tips: Was wird die Reparatur schätzomativ kosten?

Bachler:Die Kupplung kostet 2.000 Euro. Die Firma Jansen Competition hat uns aber zugesagt, dass wir die Kupplung kostenlos vom Hersteller ersetzt bekommen, was im Nachhinein auch nur ein kleiner Trost ist. Dazu kommt noch der Zeitaufwand für den Aus und Einbau.

Tips: Hast du schon weitere Pläne im Bereich des Rallyefahrens in diesem Jahr?

Bachler:Wir würden heuer gerne die Austria Rallye Challenge (ARC) fahren . Der erste Lauf dazu ist die Schneerosenrallye Ende Februar. Unsere Motorsportkasse ist aber derzeit ziemlich leer und ohne Sponsorunterstützung können wir keine ganze Meisterschaft fahren. Wenn dem so ist, werden wir höchstens bei ein bis zwei ausgesuchten Rallyes an den Start gehen und müssen auch die Schneerosenrallye auslassen.

Tips: Was würdest du dir für dein Rallyejahr 2019 wünschen?

Bachler: Finanzkräftige Sponsoren und hundertprozentige Zielankünfte.

Tips: Im vergangenen Jahr warst du auf der Suche nach Sponsoren – Hast du bereits jemanden gefunden?

Bachler:In der abgelaufenen Saison haben uns unsere langjährigen Hauptsponsoren wieder unterstützt und auch einige kleinere Sponsoren haben uns mit Material und Dienstleistungen geholfen. Für heuer haben wir noch keine Zusagen, aber es wird in den nächsten Wochen und Monaten Gespräche geben. Für interessierte Firmen bieten wir sehr interessante Sponsorpakete mit Wochendaufenhalten im 4Sterne Apartmenthaus Eisenstraße in Lunz am See inklusive einem viergängigem Galadinner, Geländebuggy fahren, Mitfahrgelegenheit im Rallyeauto und vieles mehr. Ich bin jederzeit für Anfragen bereit (lacht).


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