Junior-Kreativ-Werkstatt verband einmal mehr Kinder aus unterschiedlichen Kulturen
MAUTHAUSEN/ST.GEORGEN AN DER GUSEN. Von 20. bis 31. August erlebten über 52 Kinder mit und ohne Migrationshintergrund in Mauthausen und St.Georgen/Gusen zwei Wochen voller Kreativität und gegenseitigem Kennenlernen und Verstehen.

Die Junior-Kreativ-Werkstatt ermöglichte Kindern mit verschiedenen kulturellen Hintergründen und nationalen Wurzeln, spielerisch ihren Wortschatz zu bereichern, neue Freundschaften zu knüpfen, sowie ihr Toleranzgefühl für andere Nationen zu stärken. Die Betreuer legten sehr viel Wert darauf, dass sich die Kinder auf Deutsch unterhalten, um keinen aus der Gruppe auszuschließen.
Haus der Jugend und EKIZ als Orte der Begegnung
Das Projekt, das bereits zum wiederholten Male erfolgreich im Haus der Jugend in Mauthausen, sowie im Eltern-Kind-Zentrum Karussell in St.Georgen/Gusen stattfand, war ein Gemeinschaftsprojekt zwischen den Gemeinden St.Georgen/Gusen, Langenstein, Luftenberg, Ried/Riedmark, Mauthausen, Perg und Schwertberg. Durchgeführt wird es von der Familienakademie Mühlviertel und finanziell unterstützt von der Integrationsstelle des Landes OÖ.
Abwechslungsreiches Programm
Die Junior-Kreativ-Werkstatt hielt für die Kinder abwechslungsreiches Programm bereit. Es beinhaltete kreative Aktivitäten, Ausflüge sowie Gruppen-, Strategie-, Bewegungs-, Geschicklichkeits-, Sprach- und Denkspiele. Das Hauptaugenmerk lag auf einem Programm, das Kommunikation in deutscher Sprache fördert, das die Kinder motiviert sich kreativ zu entfalten und zudem ihre sozialen Kompetenzen stärkt.
Spielen, Basteln, Gestalten
Durch gemeinsames Spielen, Basteln und Gestalten wurde das Eis gebrochen und neue interkulturelle Freunde konnten gefunden werden. Auf spielerische Weise wurden die sprachliche und die soziale Kompetenz der Kinder gefördert. Bei der gemeinsamen Lesestunde verbesserten die Kinder nicht nur ihre Lesekünste, sondern auch ihr Auffassungsvermögen. Zudem kam auch das Schreiben nicht zu kurz: Fleißig wurden Einladungen, Steckbriefe und Plakate gestaltet. Am Ende der Woche kamen die Eltern in den Genuss einer Aufführung. Dafür wurden eine Woche lang Choreografien, Liedtexte und selbst verfasste Gedichte intensiv geprobt und einstudiert.
Kraschowetz: „Interkulturelle Kompetenzen aller Kinder fördern“
„In den Ferien sprechen Kinder aus Migrantenfamilien oft nur wenig Deutsch. Das verzögert ihre Sprachentwicklung und vermindert so ihre individuellen Lebenschancen im Vergleich zu Kindern ohne Migrationshintergrund. Gleichzeitig möchten wir auch die interkulturellen Kompetenzen aller Kinder fördern,“ betont Martin Kraschowetz, der Vorsitzende der Familienakademie Mühlviertel.


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