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"Initiative DoNeubrücke" tritt gegen Ankündigunspolitik und Schmalspurlösungen auf

Markus Hochgatterer, 03.11.2017 12:07

MAUTHAUSEN. „Ankündigungspolitik und Schmalspurlösungen? - Nein, danke! Was wir brauchen ist eine von höchster Ebene unterstützte und länderübergreifend koordinierte Neubauvariante der Donaubrücke in Mauthausen“, ließen heute die Mitbegründer der Initiative „DoNeubrücke - Zukunft für die Region“ bei einer Pressekonferenz am Firmenareal von Poschacher Baustoffe wissen.

  1 / 2   Seit Jahrzehnten stellt die Donaubrücke Mauthausen ein problematisches Nadelöhr in der Verkehrsinfrastruktur dar. Die neu gegründete Initiative DoNeubrücke setzt sich für einen schnellstmöglichen Neubau ein.

Kaum einer kann die Verkehrsmisere besser beschreiben, als der Gastgeber und Mitbegründer der Initiative, Dr. Leonhard Helbich-Poschacher, persönlich: „Tag für Tag bekomme ich beim Blick aus meinem Büro das gleiche Bild präsentiert. Das Nadelöhr Donaubrücke verursacht Staus und Verkehrsbehinderungen. Diese führen wiederum zu einer Einschränkung der Lebensqualität der Bevölkerung und zu Wettbewerbsnachteilen für die Unternehmen der Region. Diese Situation, die sich angesichts künftiger Verkehrsentwicklungsprognosen verschärfen wird, ist untragbar. Mit der Initatiative DonNeubrücke, wollen wir - das sind Unternehmen, Arbeitnehmervertretungen und Vereine in Oberösterreich und Niederösterreich - die notwendigen Entscheidungsprozesse für eine akzeptable Problemlösung beschleunigt werden. Es geht hier keineswegs um die wirtschaftlichen Interessen einiger weniger Großbetriebe, sondern um die gesamte Bevölkerung in der Region - und die hat sich eine Zukunftslösung verdient. Von Ankündigungspolitik und Schmalspurlösungen haben wir die Nase voll! „ 

Neubau-Variante östlich des derzeitigen Standortes als präferierte Lösung

Angestrebte Lösung des Verkehrsproblemes ist der Bau einer neuen Brücke auf einer neuen Trasse östlich des derzeitigen Standortes. Die Investitionskosten für einen solchen Neubau liegen bei rund 56 Millionen Euro. „Das wäre natürlich deutlich teurer als eine Sanierung, wir hätten dann aber für die nächsten Jahrzehnte eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur geschaffen, die der Region faire Entwicklungsbedingungen bietet“, meint Karl Hasenöhrl, der mit seiner in St.Pantaleon (NÖ) ansässigen Firma, rund 40 Prozent der Aufträge in Oberösterreich abwickelt und daher auch selbst massiv von den Verkehrsbehinderungen betroffen ist.  

Laufend aktuelle Infos über den Projekt-Stand

„Wir wollen nicht locker lassen und bis zum Zeitpunkt, wo der erste Bagger anrollt, über jeden Entwicklungsschritt rund um die Donaubrücke informieren. Über einen Blog (www.doneubruecke.jetzt) bzw. auf einer eigenen Facebookseite Doneubrücke wird laufend über den aktuellen Entwicklungsstand berichtet.

Die 1961 für den Verkehr freigegebene Brücke, konzipiert für Verkehrsdichten und Tonnagen der damaligen Zeit, ist den jetzigen Anforderungen längst nicht mehr gewachsen. Rund 22.000 Fahrzeuge nutzen täglich die Brücke für die Donauquerung,  bis  zum  Jahr  2030  rechnen  Experten nochmals mit einer Steigerung von 30 Prozent. Weder die Zu- und Abfahrten noch die Brücke selbst mit ihrer geringen Breite können solche Frequenzen bewältigen. Die Folgen: Immer wieder kommt es durch Unfälle und Überlastung zu Verkehrsbeeinträchtigungen  und  Staus.


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