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MAUTHAUSEN. Zu einem gemeinsamen Gedenken an die 37.000 polnischen Opfer des KZ Mauthausen und seiner Nebenlager trafen sich heute die Präsidenten der beiden Kammern des polnischen Parlaments Marek Kuchcinski und Stanislaw Kaczewski und die polnische Botschafterin Jolanta Roza Kozlowska mit Landtagspräsident Viktor Sigl.

  1 / 2   Gedenken im KZ Mauthausen: Landtagspräsident Viktor Sigl, Präsident Stanislaw Kaczewski, Präsident Marek Kuchcinski und Botschafterin Jolanta Roza Kozlowska. Foto: Land OÖ/Daniel Kauder

„Gerade weil wir uns die Brutalität der Täter und die Leiden der Opfer nicht vorstellen können, müssen wir uns erinnern und diese Erinnerungen an das Geschehene wach halten. Die Gedenkorte Mauthausen und Gusen sowie all die Nebenlagern sind Orte, an denen ein würdiges Gedenken ermöglicht wird - und zwar jeder Besucherin und jedem Besucher, egal welcher Nationalität. Die Gedenkstätten verdeutlichen aber auch, dass Demokratie Wachsamkeit braucht gegenüber allem, was einem neuen Extremismus den Weg bereiten könnte“, betont Landtagspräsident Sigl.

Sigl: Vergangenheit darf nicht zum Museum werden

Die Vergangenheit in eine Beziehung zur Gegenwart und Zukunft zu setzen, um Lehren aus ihr zu ziehen, das ist der Sinn des Erinnerns. Entscheidend ist dabei, dass die Vergangenheit nicht zum Museum wird. „Das Geschehene muss Teil unserer Gegenwart bleiben und die Lehren aus der Vergangenheit gehören zur Grundlage unseres Selbstverständnisses. Dazu verpflichtet uns sowohl die Verantwortung gegenüber den Toten, aber auch der Respekt vor den Überlebenden“, so Sigl. Abschließend betont Landtagspräsident Sigl die Bedeutung des Erinnerns: „Wir müssen den Jugendlichen die Zusammenhänge immer wieder erklären. Darum ist die Schärfung des historischen Bewusstseins eine wichtige politische und kulturelle Erklärung. Das sind wir den Opfern schuldig.“


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