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MEGGENHOFEN/BURGKIRCHEN. Nach der Trennung von ihrem Freund stand Sarah Riedl aus Meggenhofen mit ihren beiden neun- und elfjährigen Kindern auf der Straße. Als Helfer in der Not war Hans Eidenhammer zur Stelle.

Ein großer Stein fiel Sarah Riedl und ihren beiden Töchtern vom Herzen, als Hans Eidenhammer mit einem Auto vor der Türe stand. Foto: Caritas

 “Ich hatte keine Wohnung, kein Auto, einfach nichts“, schildert die Mutter ihre Situation als sie nach der Trennung plötzlich mit ihren Kindern auf der Straße stand. Existenzängste prägten die Zeit danach. „Ich habe mir viele Gedanken gemacht, wie ich das alles schaffen soll. Ich habe zu diesem Zeitpunkt nur 15 Stunden in einem Geschäft gearbeitet. Ich habe einfach nicht gewusst, wie es weitergehen sollte“, erzählt Sarah Riedl.

Helfer in der Not

Der helfende Engel in dieser Notsituation war Hans Eidenhammer aus Burgkirchen (Bezirk Braunau). Der pensionierte Mechaniker hat sich einem besonderem Projekt verschrieben. Er repariert alte Autos und verschenkt sie später an bedürftige Menschen. Seine Motivation dabei ist ganz klar: „Die Autos werden an Familien verschenkt, die einen Schicksalsschlag erlitten haben oder an Alleinerziehende, weil hier oft gescheiterte Beziehungen, Gewalt, Krankheit oder Alkoholprobleme, im Spiel sind. Oft können sich diese Menschen die Wohnung in der Stadt nicht mehr leisten, ziehen aufs Land und haben dann dort das Problem, wie sie zum Arbeitsplatz gelangen. Es kommt zu einer Armutsspirale, die sich immer weiter nach unten dreht. Gerade Alleinerziehende haben oft ein ganz hohes Armutsrisiko“, meint Eidenhammer. Und so kam es, dass er eines Tages auch vor der Türe der alleinerziehenden Mutter stand und ihr einen Autoschlüssel überreichte. „Ich habe mich so gefreut, nun ist so ein großer Brocken weggefallen, weil ein Auto wäre sich einfach nicht ausgegangen, ich hätte es mir nicht leisten können“, ist die Meggenhofenerin überglücklich.

Vor 42 Jahren erstes Auto verschenkt

Vor 42 Jahren hatte der Burgkirchner sein erstes Auto verschenkt. Seit zehn Jahren ist er in Pension und verfolgt sein Hilfsprojekt verstärkt. Die Caritas tritt dabei als Vermittler und Partner der Aktion auf. Die Autos bekommt Eidenhammer oft von Menschen, die selbst eine schwere Zeit durchmachten und durch einen Schicksalsschlag nicht mehr Autofahren können. Eidenhammer möchte mit seinen verschenkten Autos die Not der Menschen ein wenig mindern. „Denn, wenn Menschen am Monatsende nicht mehr wissen, ob sie lieber heizen oder kochen sollen, weil das Geld nicht mehr reicht, muss man etwas unternehmen.“

Preis für Engagement

Für sein Engagement hat Eidenhammer 2015 den Solidaritätspreis der Kirchenzeitung erhalten. Unterstützt wird Hans Eidenhammer bei seinem Hilfsprojekt unter anderem vom ÖAMTC, der die zu reparierenden Autos kostenlos zustellt und vom Lions Club, der die Kosten für die Anmeldung der Fahrzeuge übernimmt.


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