Internationale Barocktage Stift Melk feierten mit barocker Grand Tour umjubeltes Comeback

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Olivia Lentschig Olivia Lentschig, Tips Redaktion, 05.10.2021 07:20 Uhr

MELK. Nach zwei coronabedingt verschobenen Festivalterminen konnten die Internationalen Barocktage Stift Melk vergangenes Wochenende nachgeholt werden. Von 30. September bis 3. Oktober begaben sich Star-Tenor Michael Schade und eine Schar hochkarätiger Künstlern auf eine musikalische Reise an die bedeutendsten europäischen Schauplätze des Barock mit musikalischen Stopps in Wien, Neapel und Venedig. 

Höhepunkte der >Grand Tour< waren unter anderem das Eröffnungskonzert mit Il Giardino Armonico unter der Leitung von Giovanni Antonini sowie das Abschlusskonzert mit dem Concentus Musicus Wien, geleitet von Stefan Gottfried.

Neben bekannten Gesichtern wie Alfredo Bernardini, der mit seinem Ensemble Zefiro bereits mehrmals in Melk zu Gast war, begeisterte vor allem Il Giardino Armonico nach einer fast zwei Jahrzehnte langen Pause das Publikum wieder in den barocken Räumlichkeiten des Stifts. Unter der Leitung von Giovanni Antonini entführte das weltbekannte Originalklang-Ensemble die Besucher*innen an den Englischen Hof Heinrichs VIII. Nach einem Zwischenstopp in der Hofkapelle von Landgraf Ernst Ludwig in Hessen-Darmstadt und Neapel endete die >Grad Tour< am 3. Oktober im >Reich des Zauberhaften< beim umjubelten Abschlusskonzert >STRADE DELLA FANTASIA< mit dem Concentus Musicus Wien, angeführt von Stefan Gottfried und mit Michael Schade als Solist.

„Auch wenn wir uns etwas länger gedulden mussten, ist es für mich ein großes Glück, dass wir unser Festival nun doch als ungetrübtes Gesamterlebnis erfahr- und spürbar machen konnten. Gleichzeitig freut es mich sehr zu sehen, dass das Interesse und die Begeisterung für Kultur und im Speziellen für die Barockmusik trotz coronabedingter Pause so groß sind“, zeigt sich der künstlerische Leiter Michael Schade mit der Bilanz der diesjährigen Barocktage zufrieden. Die >Grand Tour< war gleichzeitig die siebte von Schade programmierte Ausgabe der mittlerweile 43 Jahre jungen Internationalen Barocktage im Stift Melk.

Begleitet wurde das Festival von der multimedialen Ausstellung >baroXmedia. xrEvolution – Expanding horizon<, die in Kooperation mit der FH St. Pölten entstanden ist. Studierende des Studiengangs Digital Design präsentierten an zwei Tagen experimentelle Medienprojekte, die den barocken Innovationsgeist in die Gegenwart übersetzten. Mit Virtual Reality Brillen wurde die Stiftsarchitektur neu erlebbar gemacht, indem die Räumlichkeiten zum Beispiel unter Wasser gesetzt oder völlig leergeräumt wurden.

Ausblick 2022: >ENG[EL]LAND<

Im kommenden Frühjahr sollen die Internationalen Barocktage Stift Melk wieder wie gewohnt zu Pfingsten stattfinden. Am Programm stehen die ursprünglich für 2020 geplanten Konzerte. Von Freitag, 3. Juni bis Pfingstmontag, 6. Juni 2022 präsentiert das Festival englische Komponisten in neuem Licht, barocke Arrangements mit zeitgenössischer Note und andere Highlights der Alten Musik. Unter dem Motto „ENG[EL]LAND“ lässt Michael Schade himmlische Wesen besingen, holt das Pulsieren von Händels, Purcells und Dowlands London nach Melk und lädt zur Auseinandersetzung mit der verspielten Mehrdeutigkeit des Barocks.

Der künstlerische Leiter wird selbst zwei Mal auf der Bühne stehen. Neben dem Auftakt des Festivals, einer semikonzertanten Umsetzung von Purcells Oper >Dido and Aeneas<, gespielt vom Concentus Musicus Wien, ist Michael Schade auch in dem stimmungsvollen Nachtkonzert >Come again< mit Liedern von John Dowland zu hören. Außerdem bei den Internationalen Barocktagen Stift Melk 2022 zu Gast: das britische Vokal-Ensemble The Tallis Scholars, die lautten compagney BERLIN, die >Königin der Blockflöte< Dorothee Oberlinger, Paul Gulda und viele mehr.

Karten für die Internationalen Barocktage Stift Melk 2022 sind ab Montag, dem 22. November 2021 erhältlich. Mitglieder des Fördervereins der Internationalen Barocktage Stift Melk sowie des Vereins der Freund*innen der Wachau Kultur Melk haben ein einwöchiges Vorkaufsrecht ab Montag, dem 15. November 2021.

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