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MELK. Am Festtag des Hl. Koloman – er ist Patron des Stiftes und der Stadt Melk – ging eine der bedeutendsten Handschriften Österreichs, die Melker Annalen-Handschrift, über das österreichische Handschriftenportal manuscripta.at online.

Bibliothekar Pater Gottfried Glassner vor den Annalen Foto: Brigitte Kobler-Pimiskern
  1 / 2   Bibliothekar Pater Gottfried Glassner vor den Annalen Foto: Brigitte Kobler-Pimiskern

Die Handschrift, die im Jahr 1123 angelegt, aber bis in die Neuzeit fortgeschrieben wurde, dokumentiert in einzigartiger Weise die enge Verknüpfung von Hausgeschichte und Selbstverständnis der Melker benediktinischen Gemeinschaft mit der Regional- und Landesgeschichte. Sie ist aber aufgrund der zahlreichen datierbaren und mit Sicherheit nach Melk lokalisierbaren Schreiberhände auch eine erstrangige Quelle für paläographische Studien zum Melker Skriptorium. So wird in der Handschrift etwa der Einzug der ersten Benediktiner in Melk beschrieben. Am 21. März 1089, dem Fest des Hl. Benedikt, begannen aus Lambach gerufene Mönche unter Abt Sigibold ihr Wirken in Melk. Die Annalen beginnen im Jahre 1. Der Schreiber beginnt 1122 die Melker Annalen zu verfassen. Die gesamte Geschichte von 1122 bis ins Jahr 1 wird nachempfunden niedergeschrieben. Ab dem Jahre 1122 bis 1564 sind tatsächliche historische Ereignisse erfasst. In sehr kurzer und prägnanter Formulierung sind die mittelalterliche Geschichte Österreichs und des Stiftes Melk sowie politische europäische Ereignisse nachzulesen. Erwähnung finden etwa auch Naturkatastrophen, Hungersnöte und Sonnenfinsternisse.


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