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Online Redaktion, 20.03.2019 17:30

BEZIRK MELK. Am Tag der Landjugend konnten auch heuer wieder tausende Landjugendliche ein erfolgreiches Jahr Revue passieren lassen. Am 16. März 2019 standen die Highlights des vergangenen Jahres im Rampenlicht der Messehallen in Wieselburg. „WIR gewinnt“ beschreibt, wofür die Landjugend schon seit über 70 Jahren steht: Gemeinsam die Welt von morgen zu gestalten und dabei Freundschaften für“s Leben zu schließen. Mit dieser Kombination konnten die verschiedenen Landjugendgruppen im vergangenen Jahr unzählige Erfolge erzielen, unter anderem beim mittlerweile legendär gewordenen Projektmarathon – dessen Ergebnisse wurde im Zuge des gemeinsamen Tages offiziell verkündet. Viele Gruppen aus dem Bezirk Melk durften sich über Auszeichnungen freuen.

Landjugend Emmersdorf Fotos: Sophie Balber
  1 / 6   Landjugend Emmersdorf Fotos: Sophie Balber

Die Kirche und WIR

Die heilige Messe als Eröffnung des Festakts ist bereits Tradition und wurde zahlreich besucht. Pfarrer Johann Wurzer konnte mit seinen Worten die Jugendlichen, sowie die Ehrengäste fesseln und ihnen wieder einen neuen Denkansporn zum christlichen Glauben und der Gemeinschaft geben. Für die musikalische Untermalung sorgte der Landjugendchor „Sing Go(o)d“ mit stimmungsvollen Liedern, die zum Mitsingen anregten.

Highlights im Rampenlicht

Der Jahresrückblick, präsentiert von der ehemaligen Landesleitung Anna Haghofer und Gerald Wagner, zeigte wieder einmal imponierende Höhepunkte in den Bereichen Bildung, Kultur, Landwirtschaft, Internationales und Sport. Bei rund 810 Veranstaltungen, an denen mehr als 20.500 Personen teilnahmen, hatten alle Mitglieder die Chance sich weiterzubilden und Neues zu lernen. Ein Höhepunkt des vergangenen Jahres war das Projekt „Unsere Schule für Tansania“, das im Zuge der Landesexkursion vor Ort von 45 Mitgliedern besucht und eröffnet werden konnte. Den krönenden Abschluss bildete die großartige Spendensumme von 42.350 Euro an das Ö3-Weihnachtswunder.

Neues Jahr, neue Leitung

Nach mehrjähriger Tätigkeit im Landesvorstand übergaben Landesleiterin Anna Haghofer und Landesobmann Gerald Wagner im Zuge des Festaktes ihre Ämter an die neu gewählten Spitzenfunktionäre. Kerstin Lechner aus Furth an der Triesting im Landjugend-Bezirk Triestingtal und Norbert Allram aus St. Marein im Bezirk Horn stehen nun an der Spitze der Landjugend Niederösterreich. Unterstützt werden die beiden durch ein 16-köpfiges Team aus Landesbeiräten, die ihnen speziell bei der Arbeit in den einzelnen Vierteln zur Seite stehen. Neu im Team ist Lukas Kerndler aus Bergland. Er unterstützt heuer erstmals die Betreuung im Mostviertel. Marie-Therese Stattler aus Zelking wurde in ihrer Wahl bestätigt und arbeitet ein weiteres Jahr für die Landjugend Mostviertel, sie übernahm außerdem die Funktion der Landesleiterin-Stellvertreterin.

42 Stunden für den guten Zweck

Der Projektmarathon sorgte auch dieses Jahr für großen Jubel. Beachtliche 79 Gruppen aus ganz Niederösterreich stellten sich diesmal der Herausforderung. Die beeindruckenden Ergebnisse wurden am Tag der Landjugend zusammengefasst und prämiert. 33 mal Gold, 28 mal Silber und 13 mal Bronze wurden im Zuge des Festaktes insgesamt verliehen, den Landessieg holte sich die Landjugend Neustadtl an der Donau. Beim Projektmarathon erhält jede Gruppe eine Aufgabenstellung, die binnen 42,195 Stunden erledigt werden muss. Diese Aufgabe wird von einem Projektbetreuer der Landjugend und der zuständigen Gemeinde beschlossen und bis zum Tag der Ausführung geheim gehalten. Die vielfältigen Aufgaben reichten heuer vom Gestalten von Freiluftklassen, über Drehen eines Image-Films, bis hin zum Erzeugen von Apfelsaft. Nach Bekanntgabe des Projekts am Freitag starten die Teams sofort mit der Planung und Ausführung der Aufgaben und können selbst Zusatzaufgaben gestalten. Am Sonntag muss das Projekt der Gemeinde im Zuge einer bestehenden oder eigenen Veranstaltung präsentiert werden. Zusätzlich zur Ausführung muss die Gruppe eine Mappe gestalten und einen Webblog auf www.projektmarathon.at führen, auf dem sie ihre Arbeitsschritte und besondere Momente dokumentieren. Abschließend erfolgt die Präsentation des Projektes vor einer Jury. All diese Komponenten führen zu dem Ergebnis, das am Tag der Landjugend erstmals offiziell verkündet wird.

Medaillenregen für Bezirk Melk

Die Landjugendgruppen Münichreith am Ostrong, Albrechtsberg, Leonhofen, Zelking-Pöchlarn und Nöchling erreichten dabei eine Goldmedaille. Yspertal sicherte sich die Silbermedaille. Emmersdorf an der Donau konnte eine Auszeichnung in Bronze erreichen. Erfolgreich teilgenommen haben Loosdorf und Hofamt Priel-Persenbeug.

Die Projekte im Überblick

Gold gab's für die

  • Landjugend Münichreith am Ostrong und ihr Projekt „Rastplatz am Kollnitzberg - S'Landjugend-Platzerl“: Am Kollnitzberg wurde ein Rastplatz errichtet.
  • Landjugend Leonhofen und ihr Projekt „Zaumkema wie's Wossa“: Der Zusammenfluss der Melk und der Mank wurde mit einem Rasplatz verschönert.
  • Landjugend Zelking-Pöchlarn und ihr Projekt „Landjugend schafft Weitblick“: Hochgreding ziert eine neue Aussichtsplattform.
  • Landjugend Nöchling und ihr Projekt „Auf die Klasse, fertig, los!“: Eine Freiluftklasse mit verschiedenen Spielmöglichkeiten wurde errichtet.

Silber gab's für die

  • Landjugend Yspertal und ihr Projekt „Lebensweg – Einmal wieder Kind sein“: Besucher des Lebensweges können nun kreativ gestaltete Stationen erleben.

Bronze gab's für die

  • Landjugend Emmersdorf an der Donau und ihr Projekt „Das Materl erstrahlt in neuem Glanz“: Das Marterl in Seegarten wurde renoviert und neu gestaltet.

Ein „Teilgenommen“ gab's für die 

  • Landjugend Loosdorf und ihr Projekt „Alpenvorland Radweg“: Die Radrouten des Gemeindegebietes wurden beschildert und markiert.
  • Landjugend Hofamt Priel-Persenbeug und ihr Projekt „Pünktlich zum Schulstart, steht die Hütte für Rottenberg parat“: Am Rottenberg entstand ein neues Wartehäuschen.

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