Stift Melk und Stiftsgymnasium Melk setzten sich lautstark für Klimaschutz und Bewahrung der Schöpfung ein
MELK. Unter lautem Glockengeläut nahmen die Mitglieder des Konvents, die Schüler und Pfofessoren mit Direktor Johannes Eichhorn vom Stiftsgymnasium Melk am Festtag des heiligen Franzikus Aufstellung, um mahnend an den Klimawandel und seine Folgen zu erinnern: Waldbrände, Flutkatastrophen, Hungersnöte, Dürren,...... - es ist 5 vor 12!

Pater Alois Köberl sprach auch in seiner Moderation an, dass wir Menschen zu viel an Ressourcen verwenden, die wir zum Leben nicht brauchen würden.
Anwesend waren dabei Dr. Stephan Pernkopf, Landeshauptfrau-Stellvertreter und die zuständige Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität und Technologie, Leonore Gewessler, BA; sie zeigten sich beeindruckt von der Aktion. Stephan Pernkopf sprach in seinen Grußworten ein Dankeschön für die vielfältigen Initiativen aus, die zur Energiewende in Niederösterreich beitragen.
Leonore Gewessler betonte, dass dies ein Bild der Freude für sie ist, dass „5vor12“ alles Wissensnotwendige zusammenfasst. Sie unterstrich: „Die Lage ist ernst - für uns, für die Erde, für den Planeten ist es tatsächlich 5 vor 12. Jede/r muss Verantwortung übernehmen! Positiv ist, dass es Antworten gibt – wie beispielsweise Photovoltaik, emissionsfreien Verkehr oder auch ein nachhaltiges Wirtschaften.“ Gewessler meinte weiter, dass gerade die Religionsgemeinschaften wichtige Vorbilder sind, Laudato sì auf das Thema aufmerksam macht und zur wirklichen Veränderung beiträgt. Sie ermutigte die Schüler, dranzubleiben, nachzufragen, nicht locker zu lassen, damit für den Klimaschutz nicht die Zeit davonläuft.
Mit einem Gebet, das gemeinsam von Abt Georg Wilfinger, der Schulsprecherin Ida Wedenig und LH-Stv. Stephan Pernkopf vorgelesen wurde, endete die Aktion.
Dem Stift Melk war es ein Anliegen, sich bei der Aktion, die von den Ordensgemeinschaften Österreichs initiiert wurde, zu beteiligen. Im Stift Melk hat nachhaltiges Handeln oberste Priorität, mit Projekten wie der neuen Photovoltaik-Anlage mit einem 90%igen Eigenverbrauchsanteil, den im Sommer in Betrieb genommenen E-Ladestationen und der Nutzung von Elektromobilität, aber auch durch den Betrieb der nachhaltigen Forstwirtschaft oder der geplanten Erneuerung der Website, wo der Ressourcenverbrauch beachtet wird, wird bewusst gestaltet. Auch das Sozialprojekt Saniob, das Abt Georg Wilfinger eine Herzensangelegenheit ist, trägt zur ganzheitlichen Ökologie im Geiste von Laudato sì bei, wo Papst Franziskus eine Antwort auf den Schrei der Armen fordert.
Papst Franziskus spricht in seiner Umweltenzyklika Laudato sì die ökologischen Probleme der Erde an, er thematisiert aber auch die ökonomischen und sozialen Verwerfungen, die ursächlich mit der Umweltproblematik in Zusammenhang stehen. Es braucht eine „neue Solidarität“, die Menschheit müsse sich neu einüben, um der nächsten Generation noch Lebenswertes hinterlassen zu können.


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