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YBBS/MELK/PÖGGSTALL. Alle niederösterreichischen NEF-Standorte bleiben erhalten. Vor allem der Stützpunkt in Pöggstall wackelte. Bürgermeister der Region freuen sich über die garantierte Notfall-Gesundheitsversorgerung der Bevölkerung.

Foto: NLK Pfeiffer
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Da die bestehenden Verträge für die bodengebundene Notarztversorgung mit Ende 2016 auslaufen, musste die Leistung neu ausgeschrieben werden. Nun fiel die Entscheidung. Alle 32 Notarztstützpunkte - darunter jene in Ybbs, Melk und Pöggstall - bleiben erhalten. Bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz versammelten sich die Bürgermeister, die in den vergangenen Monaten und Jahren massiv für den Erhalt des NEF-Standortes in Ybbs eingesetzt haben, und zeigten sich erleichtert.

„Wie ein Weihnachtsgeschenk“

„Dieser Erfolg hat viele Väter. Unser Stützpunkt versorgt 42.000 Menschen. Zwölf Bürgermeister haben daher im März eine Petition unterzeichnet und 11.000 Unterschriften wurden gesammelt, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Dass wir jetzt die Garantie haben, dass der Stützpunkt in Ybbs weiterbestehen wird, ist für mich wie ein Weihnachtsgeschenk“, verkündete Ybbs-Ortschef Alois Schroll (SPÖ).

Überparteiliches Engagment

Er bedankte sich bei allen Bürgermeistern, dem Roten Kreuz und Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), sowie den Landesräten Maurice Androsch (SPÖ) und Karl Wilfing (ÖVP) für den Einsatz. „Das ist eine Entscheidung ganz im Sinne der Bevölkerung“, so Schroll. Nationalratsabgeordneter und Bürgermeister der Marktgemeinde Nöchling, Georg Strasser (ÖVP), bedankte sich bei Schroll und seinen weiteren Bürgermeisterkollegen.

„Waren den Leuten in der Pflicht“

„Wir waren den Leuten in der Pflicht. Dass alle drei Bezirks-Standorte weiterbestehen, macht den heutigen Tag zweifellos zu einem besonderen Freudentag für den gesamten Bezirk.“ Besonders der Sützpunkt in Pöggstall sei, so Strasser, in Frage gestanden. „Hier fiel die Entscheidung erst in den letzten Minuten. Vor allem die Initiativen von Karl Moser (VP-Bürgermeister Yspertal; Anm.) und Margit Straßhofer (VP-Bürgermeisterin Pöggstall, Anm;) waren ausschlaggebend für den positiven Ausgang. Für Ybbs war das Büro von Alois Schroll die Drehscheibe.“

„Gesundheit ist das Wichtigste“

Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) betonte: „Die Gesundheit ist für die Niederösterreicher das Wichtigste. Daher ist es umso erfreulicher, dass wir heute sagen können: Die Notarztversorgung in Niederösterreich ist gesichert.“ Auch in Zukunft wird die Notarztversorgung damit vom Roten Kreuz und dem Arbeitersamariterbund als Subunternehmen garantiert.

Weitere Stimmen zum Erhalt des NEF-Standortes in Ybbs:

„Dass es keinen ausländischen Anbieter gegeben hat, hat die Entscheidung sicher erleichtert. Diese Entscheidung ist wie ein Weihnachtsgeschenk, davor war der Aufruhr natürlich groß.“

Manfred Mitmasser, Bürgermeister Persenbeug-Gottsdorf (SPÖ)

„Es war unter dem Strich ein Sieg der Vernunft.“

Friedrich Buchberger, Bürgermeister Hofamt Priel (ÖVP)

„Diese Entscheidung soll ein Signal dafür sein, dass für Sicherheit und Gesundheit immer genug Geld da sein muss.“

Monika Leimhofer, Vizebürgermeisterin St. Martin-Karlsbach (SPÖ)

„Ich bin selber mit der Unterschriftenliste von Haus zu Haus gegangen und habe immer wieder gehört, wie wichtig der Standort in Ybbs ist. Natürlich bin ich sehr froh über die jetzt getroffene Enscheidung.“

Lisbeth Kern, Bürgermeisterin Petzenkirchen (SPÖ)

„Mein Dank geht an alle Beteiligten und auch an das Land NÖ, dass alle Standorte erhalten bleiben. Es wurde ein Signal gesetzt, wie wichtig die Gesundheitsversorgung ist.“

Otto Jäger, Bürgermeister Neumarkt (ÖVP)

„Die Frage nach dem Erhalt des Stützpunktes hat sich wie ein Roter Faden durch die letzten Jahre gezogen. Mit dieser Entscheidung sind wir unserer Verpflichtung gegenüber der Bevölkerung nachgekommen.“

Franz Wieser, Bürgermeister Bergland (ÖVP)


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