Stift und Stadt Melk vergeben 35 Baurechtsgründe: Ab Montag liegen die Verträge auf
MELK. Stift und Stadt gaben in September 2018 bekannt, die Baugründe im Süden der Stadt, die dem Stift gehören, gemeinsam vermarkten zu wollen. Nun ist es so weit: Die ersten 35 Baurechtsgründe werden vergeben. Ab Montag, 28. Jänner, können sich Interessenten an die Stadtgemeinde wenden. An den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht werden die Gründe nach dem „First come, first served“-Prinzip.

„Wir haben in der Vergangenheit viele Familien an die Nachbargemeinden verloren“, so VP-Bürgermeister Patrick Strobl. Er hatte gemeinsam mit Abt Georg Wilfinger zu einer Pressekonferenz geladen, um über die Vergabe der ersten Baurechtsgründe im Süden der Stadt Melk zu informieren. Auf 35 Hektar soll neuer Wohnraum entstehen, 75 Hektar sollen für Betriebsansiedlungen zur Verfügung stehen. Im Bereich der Lebzelterbreite gegenüber dem neuen Kasernen-Areal werden nun die ersten 35 Baurechtsgründe für Einfamilienhäuser – sie erstrecken sich insgesamt über rund 22.000 Quadratmeter – vergeben. Zwischen 600 und 700 Quadratmeter ist eine Bauparzelle groß. Baurechtsgeber ist das Stift Melk. Abt Georg Wilfinger stellte im Zuge der Pressekonferenz zentrale Inhalte des Baurechtsvertrages, der ab Montag in der Stadtgemeinde aufliegt, vor: Das Baurecht wird auf 60 Jahre bestellt, innerhalb von fünf Jahren muss ein Wohnhaus errichtet werden. Die Bauberechtigten verpflichten sich, innerhalb von zwei Jahren nach Vertragsabschluss mit dem Bau zu beginnen. Jährlich muss von den Bauberechtigten für die Benutzung ein Bauzins in Höhe von 4,50 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. Nach Ablauf der 60 Jahre könne der Grund gekauft oder der Vertrag verlängert werden, so Wilfinger.
Info-Abend am 27. Februar
19 Interessenten gebe es bereits, ließ Strobl wissen. Ein Informationsabend mit näheren Details wird am 27. Februar um 19 Uhr im Dietmayrsaal im Stift Melk veranstaltet. „Wir wollen Melkern damit die Möglichkeit geben, in der Heimat zu bleiben oder wieder zu ihr zurückzukehren“, so Strobl. Bevorzugt werden Melker Stadtbürger bei der Vergabe aber nicht. Ansprechpartner ist Horst Langer von der Stadtgemeinde Melk. Letztere will zügig mit der Schaffung der nötigen Infrastruktur beginnen, ab 1. Juni sollen Bauprojekte bereits eingereicht werden können.


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