Rollfährestraße: Radlobby hat gezählt und kritisiert Stadtgemeinde Melk
MELK. Die Radlobby führte eine Verkehrszählung an der Rollfährestraße durch und fordert den Umbau „entsprechend den tatsächlichen Nutzermengen zu planen“.

„Die Stadtgemeinde Melk hat den Umbau der Rollfährestraße, dem touristischen Hotspot in Melk, fertig geplant, ohne zu erheben, wer und in welchen Mengen hier tatsächlich unterwegs ist“, so der Vorwurf der Radlobby Melk. Sie führte zuletzt selbst eine Verkehrszählung durch. Das Ergebnis: 2.150 Bewegungen wurden im Schnitt an den Zählungstagen (am Sonntag, 30. Juni, und am Donnerstag, 18. Juli) registriert. 76 Prozent seien Fußgänger und Radfahrer gewesen, 19 Prozent Autos und vier Prozent Busse. „Die aktuelle Planung trägt bei der Raumverteilung diesen Mengenverhältnissen in keiner Weise Rechnung“, so das Resümee der Lobbyisten.
„Gefährliche Schikane“
Besonders krass zeige das Auseinaderklaffen von Plaung und Realität der geplante Bus-Wendekreis unmittelbar vor der Hubbrücke, erklärt die Radlobby: „Hier soll mittig vor Hubbrücke und Eingang Festzelt ein Asphaltkreis von 24 Meter Durchmesser 450 Quadratmeter Fläche auf die Straße und weit in die Wiese hinein asphaltiert werden – für ein bis vier Busse, die pro Tag hierherfahren. Der 2,5 Meter schmale Geh- und Radweg für die rund 1.500 Fußgänger und Radfahrer täglich wird im Bogen um den Wendekreis herumgeführt.“ Damit schaffe man auf einer geraden Straße eine gefährliche Schikane, so Christian Höller, Sprecher der Radlobby, der die Stadtgemeinde auffordert, die Pläne für die Rollfährestraße zu überarbeiten.


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