Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Norbert Hofer schmeißt Martin Huber aus der FPÖ

Online Redaktion, 21.09.2019 16:53

BLINDENMARKT. FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer teilte in einer Presseaussendung mit, dass der geschäftsführende Klubobmann der FPÖ Niederösterreich, der Blindenmarkter Martin Huber, mit sofortiger Wirkung aus der Freiheitlichen Partei Österreichs suspendiert wird. Es sei Gefahr in Verzug.

Dieses fünf Jahre alte Posting ist Stein des Ausstoßes. Foto: Screenshot Facebook
  1 / 2   Dieses fünf Jahre alte Posting ist Stein des Ausstoßes. Foto: Screenshot Facebook

Von Medien wurde der FPÖ ein Facebook-Posting von Martin Huber zugespielt, in dem dieser am 20. April 2014 auf seiner Pinnwand schrieb: „Herzlichen Glückwunsch an jene die heute Geburtstag haben.“ Eine Recherche ergab, dass Huber an keinem anderen Tag Geburtstagswünsche ausgesprochen hatte. FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer nützt damit erstmals das Durchgriffsrecht, das am Bundesparteitag beschlossen wurde.

„Ist zu akzeptieren“

 “Huber hat vor mehreren Jahren einen Fehler begangen, der nun bekannt wurde. Die erste Konsequenz daraus ist eine Suspendierung, die von Bundesparteiobmann Norbert Hofer verfügt wurde. Die Entscheidung von Norbert Hofer ist zu akzeptieren. Er wurde am Bundesparteitag von über 800 Delegierten einstimmig mit jenem Rechtsinstrument ausgestattet, von dem er nun Gebrauch macht“, sagt FPÖ-Landesparteisekretär Michael Schnedlitz.

SPÖ sieht nun ÖVP in der Verantwortung

„Man darf gespannt sein, wie sich die Causa rund um FPÖ-Martin Huber entwickelt: Denn wenn er zwar wegen 'Gefahr in Verzug' von seiner eigenen Partei suspendiert wird, aber weiterhin im Landtag bleibt, dann ist die Landeshauptfrau und ÖVPNÖ-Obfrau gezwungen, zu handeln“, erklärt SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar: „Oder ist die ÖVP gewillt, wieder einmal nonchalant über einen „'Einzelfall' mehr hinwegzusehen, um das Arbeitsübereinkommen mit der FPÖ in Niederösterreich und eine neuerliche schwarz-blaue Koalition auf Bundesebene nicht zu gefährden?“Kocevar fordert die ÖVP auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und sich von diesen „Einzelfällen“ zu distanzieren: „Die ÖVP muss sich endlich klar deklarieren. Entweder sie zieht Konsequenzen gegen die rechten Aktionen oder muss den Mut haben, zu sagen, das ist uns egal – Hauptsache wir bleiben gemeinsam mit der FPÖ an der Macht“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden