Melk: Jubel bei der ÖVP, Zufriedenheit bei den Grünen, Ernüchterung bei SPÖ und FPÖ
MELK. In der Bezirkshauptstadt schaffte die ÖVP mit 60,86 Prozent und 19 Mandaten (+2) ein historisches Ergebnis. SPÖ und FPÖ haben jeweils einen Mandatsverlust zu verkraften. Die Grünen wiederholten ihr Ergebnis von 2015 nahezu.

„Wir sind mehr als zufrieden“, freute sich VP-Bürgermeister Patrick Strobl kurz nach der Ergebnisverkündung. Es sei das beste Melker ÖVP-Ergebnis seit 1970, macht er aufmerksam. Seine Partei stellt nun 19 Mandatare, auch das sei noch nie dagewesen. „Die Wähler haben gezeigt, in welche Richtung es gehen soll“, so der 32-Jährige Stadtchef. Die ÖVP holte 60,9 Prozent und legte 5,3 Prozent zu.
Kleines Minus
Alle anderen Parteien haben ein Minus vor dem Ergebnis stehen. Das kleinste die Grünen. Sie verlieren gegenüber 2015 nur 0,3 Prozentpunkte und kommen auf 17,4. Damit halten sie weiterhin bei fünf Mandaten im Gemeinderat. Für die Grünen war es die erste Gemeinderatswahl unter Obfrau Bettina Schneck, die sich mit dem Ergebnis zufrieden zeigt. „Wir konnten unser Ziel, den zweiten Platz zu halten, erreichen. Das ist sehr erfreulich“, so Schneck.
Mandatsverlust bei SPÖ und FPÖ
Nicht erfreulich ist das Wahlergebnis für SPÖ und FPÖ. „Zufrieden sind wir nicht, wir wollten ein Plus erreichen. Der Verlust eines Mandates schmerzt sehr. Ich dachte eigentlich, dass wir auf einem guten Weg sind. Das Positive ist, dass wir in der Altstadt zulegen konnten“, erklärt SP-Chef Jürgen Eder. Seine Partei verliert 0,8 Prozent und steht nun bei 15,5, womit sie künftig im Gemeinderat statt fünf Sitzen nur mehr vier innehaben wird. Enttäuscht sind auch die Freiheitlichen. Sie verloren 1,2 Prozent und halten nun bei 6,23. Damit kommt auch der FPÖ ein Mandat abhanden, die nun nur mehr einen Gemeinderat in Melk stellen wird. „Wir sind sehr enttäuscht, unser Ziel war es, dazuzugewinnen. Natürlich trage ich die Verantwortung dafür. Welche Schlüsse man daraus zieht, wird noch festzustellen sein. Seit Ibiza war der Rückenwind nicht mehr so groß. Es ist jedenfalls schade, dass es so gekommen ist“, so das erste Fazit des FP-Obmanns Thomas Gruber.


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