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BEZIRK MELK. Der vergangene Sonntag war wieder ein Wahlsonntag. Diesmal waren die Landwirte an der Reihe. Im Bezirk Melk waren rund 12.400 Bauern aufgerufen, ihre Kammerräte zu wählen. Dabei demonstrierte auch im Bezirk Melk der Bauernbund einmal mehr seine Vormachtstellung. Für eine Überraschung konnte der Unabhängige Bauernverband (UBV) sorgen, der den Einzug in die Landeskammer schaffte. Für die freiheitlichen und sozialdemokratischen Bauern verlief der Wahlsonntag ernüchternd. 

Foto: Shutterstock.com
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Wenig überraschend heißt der große Wahlsieger erneut Bauernbund. Er holte im Bezirk Melk 79,32 Prozent der Stimmen und konnte gegenüber 2015 nochmal 2,4 Prozent zulegen und ein Mandat hinzugewinnen. Damit stellt man in der Bezirksbauernkammer künftig 37 Mandatare. Spannender verlief der Wahlsonntag auf den Plätzen dahinter. Denn die Kandidatur des UBV wurde den freiheitlichen Bauern (FB) zum Verhängnis. Die Freiheitlichen rutschten auf 6,3 Prozent ab (- 9,4 Prozent) und müssen im Bezirk vier Mandate abgeben. Sie halten nun bei drei Kammerräten. Nicht nach Wunsch verlief der Urnengang auch bei den SPÖ Bäuerinnen und Bauern. Sie fielen von 7,4 Prozent auf 3,8 Prozent. Damit verlieren sie zwei Mandate und haben künftig nur mehr einen Kammerrat im Bezirk. Zu den großen Wahlsiegern zählt neben dem Bauernbund der UBV. Er schaffte aus dem Stand 10,6 Prozent und fünf Mandate und machte sich zur zweitstärksten Kraft auf Bezirks- und Landesebene. Wahlmotiviert zeigten sich die Landwirte im Bezirk Melk nicht. Nur 50 Prozent machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch, das sind 6,3 Prozent weniger als noch 2015. 

Auszug der FB, Einzug des UBV

Der Bauernbund konnte auch auf Landesebene zulegen und steht nun bei 85 Prozent (+1,3 Prozent) und 33 Mandaten (+3). Die Freiheitlichen, die bisher einzige Fraktion neben dem Bauernbund in der Landeskammer, müssen ihre Plätze räumen. Denn die FB verloren mit 3,4 Prozent (-5,5 Prozent) ihre sechs Mandate. In die Landeskammer darf nun der UBV einziehen, der 8,73 Prozentpunkte verzeichnete und drei Mandatare stellen wird. Ohne Mandat bleibt weiter die SPÖ, sie schaffte es auf 2,9 Prozent (-1,9).


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