Rotes Kreuz muss Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken

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Margareta Pittl Online Redaktion, 17.04.2020 10:45 Uhr

NÖ. Die aktuelle Situation erfordert auch beim Roten Kreuz Niederösterreich be-sondere Maßnahmen: so wird aktuell die gesamte Kraft auf die Versorgung der Bevölkerung bei lebenswichtigen Maßnahmen verstärkt, andere Bereiche werden zurückgefahren. Für 223 Mitarbeiter wurde Kurzarbeit beantragt.

Derzeit gilt der Hauptfokus den Erfordernissen des Rettungsdienstes als auch der Betreuung zuhause, beide Dienstleistungen sollen aufrechterhalten werden. Auch die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln – sei es durch das „zuhause Essen“ oder die Team Österreich-Tafeln – bleibt im Angebot bestehen.

Online-Schulungen und Homeoffice

Aufgrund der derzeitigen Situation, bündelt das Rote Kreuz alle Ressourcen, um verstärkt die lebensnotwendigen Bereiche im COVID19-Einsatz zu unterstützen. Daher wurden Angebote wie beispielsweise die Kinderkrippen, die Kinderburg Rappottenstein, einige niederschwellige Angebote für Senior/innen (z. B. Ausflüge) und Ähnliches zurückgefahren. Zudem mussten zahlreiche Kurse abgesagt und die notwendigen Kursangebote beispielsweise für Rettungssanitäter nach Möglichkeit auf Online-Schulungen und Livestreamings umgestellt werden. Viele Mitarbeiter nutzen zudem die Möglichkeit ihre Arbeit von daheim aus zu erledigen.

Kurzarbeit für 223 Mitarbeiter

Dennoch ist es notwendig geworden, für 223 Mitarbeiter/innen Kurzarbeit zu beantragen. Dies betrifft einerseits Mitarbeiter in der Verwaltung bzw. aus den angesprochenen zurückgefahrenen Bereichen, wie auch Mitarbeiter der Risikogruppe 60 plus oder solche mit entsprechenden Vorerkrankungen, die besonders geschützt werden müssen oder nicht mehr wie gewohnt einsetzen werden können. Diese Maßnahme wird aufgehoben, sobald der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und gemeinsam mit den Bezirksstellenverantwortlichen jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter, den wir zur Kurzarbeit anmelden, einzeln geprüft, damit wir Härtefälle vermeiden“ betont Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich.

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Kommentare

  1. Christian P.
    Christian P.22.04.2020 06:33 Uhr

    Wenn man systemblind ist... - Wenn man systemblind ist, schreibt man so einen Blödsinn. Die Lehrbeauftragten haben nichs zu tun? Wie wäre es mit Online-Fortbildungen? Schließlich sind die Sanitäter per Gesetz verpflichtet sich fortzubilden. Weniger Krankentransporte? Dann braucht man keine zusätzlichen Zivildiener. Kurzarzeit statt Kündigung? Super Argument. Zieht nur leider nicht, wenn man alles betrachtet. In Wahrheit ist das ein handfester Skandal und Sozialmissbrauch und das Rote Kreuz kann froh sein, dass die Schweinereien nicht öffentlich bekannt sind.

    • DoktorBronkhorst22.04.2020 08:15 Uhr

      Naja... - Die Fortbildungen beinhalten zum überwiegenden Teil Praxiseinheiten.
      Nicht öffentlich bekannt? Ich hab gerade auf Twitter von SPÖ-Mario Lindner davon erfahren.
      Soviel dazu.

    • Christian P.22.04.2020 12:52 Uhr

      Noch so ein Supergscheiter - Weil Praxis grad nicht geht, braucht man keine Theorie? Warum sitzt man dann in der Ausbildung wochenlang im Leersaal? Und warum machen Schüler und Studenten E-Learning? Gerade weil das praktische Üben grad nicht geht, ist jetzt viele mehr Zeit, das theoreitsche Wissen aufzufrischen oder zu ergänzen.

  2. Michael J.
    Michael J.17.04.2020 19:51 Uhr

    Unverständnis - Es wurden "aus Liebe zum Menschen" Geringverdiener, Alleinverdiener und Alleinerzieher nach Hause geschickt. Das Präsidium und die Geschäftsleitungen, die vergleichsweise viel verdienen, sparen bei sich nicht. Das Rote Kreuz ist rund um die Uhr im Einsatz, macht in der Corona-Krise zusätzliche Einsätze wie zum Beispiel die Tests zu Hause und trotzdem kein Geld für Mitarbeiter? Was läuft da schief? Und dann haben die betroffenen Mitarbeiter ein Sprechverbot bekommen, damit die Öffentlichkeit von der Scheinheiligkeit (von wegen "Aus Liebe zum Menschen" – gilt wohl nicht für Mitarbeiter) nichts erfährt.

    • Andi M. 20.04.2020 09:51 Uhr

      Wenn man keine Ahnung hat... - Das stimmt so nicht. Es wurden Mitarbeiter_innen in Kurzarbeit geschickt, welche derzeit nicht dringend benötigt werden. Etwa die Lehrbeauftragten, welche derzeit sowieso keine Kurse halten dürfen, etc.
      Die zusätzlichen Einsätze stimmen zwar zum Teil, aber eben nur zum Teil. Die Krankentransport-Zahlen sind massiv zurückgegangen, welche eine wichtige, wenn nicht die wichtigste, Einnahmequelle ist. Die Erträge aus den "Zusatzeinsätzen" sind übrigens unwesentlich höher als bei normale Krankentransporten. Und das trotz deutlich höherer Kosten (Schutzausrüstung, deutlich längere Einsatzzeit,...). Eine Alternative zur Kurzarbeit wäre übrigens die Kündigung - diese ist den Mitarbeiter_innen aber zum Glück nicht ausgesprochen worden.

      Ach ja, bezüglich Präsidium und Geschäftsleitungen: diese finden sich im Krisenstab wieder und koordinieren den Einsatz. Wenn man keine Ahnung hat,....

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