Corona: EU-Abgeordneter Sidl gegen Impfpflicht
PETZENKIRCHEN/EU. Der Corona-Impfstoff ist in Griffweite. Der Petzenkirchner EU-Abgeordnete Günther Sidl will keine Impfpflicht. Vielmehr brauche es eine umfassende Informationskampagne, so Sidl.

SPÖ-EU-Abgeordneter Günther Sidl spricht sich im Rahmen der Plenardebatte mit EU-Kommissarin Kyriakides für eine gerechte Verteilung der Corona-Impfstoffe aus. „Was die EU erreichen kann, wenn Zusammenarbeit statt nationaler Egos im Vordergrund steht, zeigt sich bei der Bekämpfung der gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in Europa. Die schnelle Entwicklung des Corona-Impfstoffs sowie die Zulassung vor Weihnachten sind nur ein Beispiel dafür. Jetzt braucht es diesen Solidaritätsgedanken auch bei der gerechten Verteilung der vorhandenen Kapazitäten in der EU, aber auch gegenüber jenen Ländern ohne entsprechende finanzielle Möglichkeiten oder medizinische Versorgung. Der Corona-Impfstoff ist aber keinesfalls das alleinige Allheilmittel. Es braucht weiterhin die Unterstützung sowie Sensibilität aller Europäer bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.“
Infokampagnen statt Impfpflicht
„Eine Impfpflicht alleine sowie die Diskussion darüber schafft sicher kein Vertrauen. Stattdessen brauchen wir umfassende Informationskampagnen, um über den Schutz durch die Impfung aufzuklären. Das wird auch die Aufgabe der Wissenschaft und der Politik sein, für dieses Vertrauen zu werben. Die EU ist hier bereits mit einem positiven Beispiel vorangegangen, da man bei der Zulassung des Corona-Impfstoffs ohne schnelle Notfallzulassungen gearbeitet hat, sondern sehr genau geprüft hat“, so Sidl.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden