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MICHAELNBACH. Eigene Ideen, Wünsche und ein Smartphone - mehr braucht es nicht, um in der eigenen Gemeinde etwas zu schaffen. Michaelnbach ist eine von zwei Pilotgemeinden in Österreich, die das „Bürgercockpit“, eine digitale Bürgerbeteiligung via Handy, testet.

 Die Ideen der Jugendlichen sollen die Gemeinde bereichern. Fotos: Magdalena Stockinger
  1 / 2   Die Ideen der Jugendlichen sollen die Gemeinde bereichern. Fotos: Magdalena Stockinger

 Die Jugendlichen in Michaelnbach nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand und wollen via Handyapp ihre Gemeinde mitgestalten. Neben Steyregg wurde auch Michaelnbach ausgewählt, um die digitale Bürgerbeteiligung zu testen. Das Angebot richtet sich an Jugendliche im Alter 11 bis 22 Jahren. Das Bürgercockpit stellt eine interaktive Website und eine Smartphone-Applikation dar, die es ermöglicht, sich an aktuellen Themen und Projekten zu beteiligen. Im Bürgercockpit können Bürger einen digitalen Fragebogen ausfüllen. In weiteren Schritten werden Ideen entwickelt, die anschließend in einer Ideenwerktstadt diskutiert werden. „Es soll Hand in Hand gehen. Man sollte weg vom Denken, dass die Gemeinde die Hoheit der Verwaltung sei. Im Gegenteil: Die Gemeinde bedeutet für mich ein Umfeld, das die Leute selbst mitgestalten“, erklärt Bürgermeister Martin Dammayr, der in seinem Michaelnbach die Bürger stark miteinbinden willen. Bereits seit 2007 wird aktive Bürgerbeteiligung gelebt. Zahlreiche Projekte konnten so bereits gemeinsam realisiert werden: Die Palette reicht von einem Kommunalgebäude zur Sicherung der Nahversorgung, der Renaturierung des Michaelnbachs bis hin zur bedarfsgerechten Kinderbetreuung oder zukunftsfähige Räumlichkeiten für Vereine. Vom Projekt erhofft sich Dammayr, dass die Methode vor allem junge Menschen anspricht und die Bürgerbeteiligung leichter handhabbar macht. „Wenn unterschiedliche Menschen positiv auf eine Sache zugehen, kann man diese weiterentwickeln. Damit vermeidet man auch, dass im Nachhinein über Projekte geschimpft wird“, meint Dammayr. Die Ergebnisse der Onlinebefragung sind Grundlage für eine Jugend-Ideenwerkstatt am 22. April.


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