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MICHELDORF IN OÖ. Herbert Prentner aus Micheldorf sprach mit Tips über sein bewegtes Leben als Briefträger und über seine Kindheit am Bergbauernhof in St. Pankraz. 

Herbert Prentner (r.) geht in seiner Freizeit gerne auf die Jagd.
  1 / 4   Herbert Prentner (r.) geht in seiner Freizeit gerne auf die Jagd.

1946 wurde Herbert Prentner am Rohrauergut in St. Pankraz geboren, wo er seine Kindheit und Jugend am Bergbauernhof verbrachte. Die ersten vier Jahre ging er in Pießling zur Schule und danach in St. Pankraz. Prentner berichtet, dass die Landwirtschaft damals körperlich sehr hart war. Heutige moderne Gerätschaften gab es nicht. Noch in den 1970er Jahren wurden die Felder mit Hilfe von Ochsen bewirtschaftet.

Von 1976 bis 2002 Postbote

Nach seiner Schulzeit war er 1966 beim Bundesheer in NÖ stationiert. Anschließend wurde er, neben seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit, Postbote. Zunächst in Wels, bevor er kurze Zeit in Windischgarsten und ab 1976 bis zu seiner Pensionierung 2002 in Micheldorf den Menschen ihre Post zustellte. Für ihn war es eine sehr schöne Zeit und er liebte den Beruf. „Früher hatte man noch weniger Stress und konnte sich mit den Leuten in Ruhe unterhalten. Man war gewissermaßen für sie wie ein Therapeut“, berichtet Prentner und erklärt weiter: „Man hatte auch als Briefträger Freud' und Leid in seiner Brieftasche, denn für den Einen gab es einen Brief mit Geld und für den Anderen einen Brief vom Gericht.“

Drei Töchter mit Frau Elfriede

Im Jahr 1969 lernte er seine Frau Elfriede kennen, die er 1970 heiratete und mit der er seine drei Töchter Monika, Gertrude und Ingrid, bekam. Elfriede war die Erbin des Bachbauerngutes in Micheldorf. Erstmals erwähnt wurde der Hof im Jahr 1640 und befindet sich bereits in vierter Generation in Familienbesitz. Dieses Gut übernahm später seine jüngste Tochter Ingrid. Doch in den 1970er Jahren war der Hof noch nicht modernisiert. Strom gab es erst ab 1975 und eine Zufahrtsstraße wurde 1972 gebaut. In den 1980er und 1990er Jahren wurde der Hof generalsaniert. Ebenso wurde bis dato die Landwirtschaft ohne den Einsatz moderner Technik mit Ochsen betrieben.

Jäger und Feuerwehrmann

1972 legte er die Jagdprüfung ab und geht bis heute auf die Jagd. Obendrein war Prentner auch Obmann vom Jagdschützenclub Micheldorf. „Die Natur ist mir wichtig und dass dieses Erbe an die nächste Generation weitergegeben wird“, bekundet Prentner. Mit Bürgermeister Horst Hufnagl verbindet ihn eine lange Jagdfreundschaft. Überdies ist er fast ein halbes Jahrhundert bei der Freiwilligen Feuerwehr Altpernstein aktiv.

Theatergruppe und im Pfarrgemeinderat vertreten

Davon war er 18 Jahre Kassier. Dort schätzte er die gute Kameradschaft und das gesellschaftliche Beisammensein. „Bei der Feuerwehr hilft man Menschen in Not und das ist das Schöne“, erinnert sich Prentner an die vergangenen Jahre zurück. Doch damit nicht genug. Auch bei der Theatergruppe Micheldorf war Prentner in den 1980er und 1990er Jahren dabei. Bei vier bis fünf Stücken hat er aktiv mitgewirkt. Zudem war Prentner Mitglied des Finanzausschusses der Pfarre.


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