Mitterkirchener mit E-Bike am Jakobsweg unterwegs
MITTERKIRCHEN. Seit seinem ersten Pilgermarsch im Jahr 2005 übt der Jakobsweg auf Johann Grasserbauer eine besondere Faszination aus. Weitere vier Male legte der ehemalige Landwirt in der Folge Etappen zu Fuß zurück. Bei seiner jüngsten Pilgerreise setzte der bald 70-Jährige nun erstmals auf sein E-Bike.

Mit dem Ziel auf zwei Rädern entlang des österreichischen Jakobsweges Erholung zu suchen und innere Ruhe zu finden, machte sich der Machländer am 23. Juni aus seiner Heimatgemeinde aus auf den Weg in Richtung Vorarlberg. In Feldkirch angekommen, entschied sich Grasserbauer spontan dazu, die Tour fortzusetzen. Der Weg führte Grasserbauer in weiterer Folge quer durch die Schweiz. Bereits nahe an der Grenze zu Frankreich angelangt, beschloss er schließlich die Reise nach bis dahin 1.110 zurückgelegten Radkilometern am Genfersee zu beenden. Zurück in die Heimat ging es weitgehend per Bahn, die Strecke vom Bodensee bis zum Chiemsee hat er zwischendurch mit dem Rad absolviert. „Wie bei den vorangegangenen Pilgerreisen am Jakobsweg, hatte ich auch dieses Mal wieder viele nette Begegnungen und Erlebnisse und ebenfalls wieder dieses unbeschreibliche Gefühl der Ruhe und Kraft in mir. Das schönste war aber für mich als ehemaligen Landwirt beim Radeln die unterschiedlichen Landschaften zu sehen und auch die Gerüche von frischem Heu, Getreide oder Baumblüten einzuatmen“, erklärt Grasserbauer unmittelbar nach seiner Rückkehr am vergangenen Freitag. „Ich wollte mit dieser Tour auch zum Ausdruck bringen, das man auch als angehender 70er noch interessante Unternehmungen bewältigen kann. Bereits in den vergangenen Jahren konnte ich andere Menschen inspirieren, den Jakobsweg zu gehen – ich hoffe das gelingt mir auch diesmal“, sagt der Mitterkirchener.


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