MOLLN. Die Rotwildschaufütterung im Bodinggraben bei Molln ist wieder in Betrieb. Der Winter treibt das Wild zu den Futterstellen, wo es mit Ferngläsern beobachtet werden kann.

Fledermäuse, Igel und Siebenschläfer haben sich zum Winterschlaf zurückgezogen. Eidechsen und Frösche verharren in Winterstarre und ein Großteil der Vögel ist in den Süden geflogen. Es ist still geworden im Nationalpark Kalkalpen und für die winteraktiven Tiere wie Rot-, Reh- und Gamswild ist die Zeit der Entbehrungen gekommen. Bewegung reduziert Um die Strapazen der Wintertage besser überstehen zu können, reduziert das Rotwild seine Bewegungen auf das absolut erforderliche Ausmaß. Als die Nationalpark Region noch wenig besiedelt war, wanderte das Rotwild bis in die Augebiete von Traun und Donau, wo die Winter weniger streng waren. Durch menschliche Besiedelung wurde ihm diese natürliche Wandermöglichkeit entzogen. Deshalb wird dem Rotwild heute mit Futterstellen über den Winter geholfen. Naturerlebnis Rotwild Von 2. Jänner bis Anfang März haben Besucher die Möglichkeit, in Begleitung von Nationalpark Ranger Michael Kirchweger durch den winterlichen Bodinggraben zu wandern, um die Hirsche bei der Fütterung zu erleben. In einer halben Stunde Gehzeit ist eine temperierte Beobachtungsplattform zu erreichen. Von hier aus hat man den besten Blick auf die Futterraufen und kann die siebzig Tiere schon beim Auszug aus dem tief verschneiten Winterwald beobachten. Nach der Fütterung geht“s dann wieder zum Ausgangspunkt, der Jausenstation Jagahäusl, wo man sich am Wochenende mit heißem Tee, Kaffee und Schmankerln stärken kann. Geführte Touren zur Rotwildfütterung werden jeweils von Donnerstag bis Sonntag angeboten. Für Gruppen ab zehn Personen ist dieses Wintererlebnis auf Anfrage jederzeit buchbar. Info & Anmeldung? Nationalpark Zentrum Molln / Tel. 07584/3651 / Erwachsene: € 11,–; Schüler € 7,50; Familien € 22,–


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