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MOORBAD HARBACH. Die Kurgemeinde ist ein Paradebeispiel für die optimale Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Gewerbe und Tourismus: Landwirte pflegen die kleingliedrige Kulturlandschaft und garantieren hochwertigen organischen Biolandbau, die Wiederverbreitung alter Tierrassen sowie deren artgerechte Haltung.

Christian Raab Foto: privat
Christian Raab Foto: privat

„Die momentanen Aussichten in der Landwirtschaft sind nicht unbedingt die Besten“, erklärt der Christian Raab im Gespräch. Der Bio-Vollerwerbsland- und Forstwirt aus Moorbad Harbach bewirtschaftet in Summe etwa 75 Hektar, davon 15 Hektar Ackerland, 30 Hektar Grünland und 30 Hektar Wald. „Der Klimawandel ist durch die extremen Hitzewellen und den geringen Niederschlagsmengen deutlich zu spüren. Das bereitet uns in der Landwirtschaft natürlich massive Schwierigkeiten. Etwa das Borkenkäferproblem, das sich durch die Niederschlagsdefizite ergibt und das Holz für uns schon fast unverkäuflich macht beziehungsweise mit großen finanziellen Einbußen einhergeht. Und dann ist da noch die Einheitswerterhöhung die sich in der Geldbörse massiv negativ niederschlägt“, gibt Raab zu bedenken.

Musterprojekt vereint Bauern, Gewerbe und Gastronomie

„Trotz dieser dramatischen Aussichten sollten und müssen wir positiv in die Zukunft schauen. Es ist Gott sei Dank vor einigen Jahrzenten gelungen, den „Ökologischen Kreislauf Moorbad Harbach“ zu gründen, der uns die Möglichkeit gibt, unsere Produkte regional und mit einem fixen Abnehmer zu vermarkten. Bei unseren klein strukturierten Landwirtschaften ist es wichtig, einen stabilen Abnehmer zu haben und unsere Produkte vor Ort verarbeiten zu können. Wir müssen unsere Produkte nicht hunderte Kilometer weit transportieren“, so der Landwirtschaftsexperte.Kleingewerbliche Betriebe wie Fleischhauer oder Bäcker veredeln die Produkte und eine eigene Bio-Molkerei erzeugt daraus gesunde Spezialitäten. Nach kürzesten Transportwegen werden sie in den Küchen der sieben Xundheitswelt-Betriebe (zertifiziert von der Austria Bio Garantie) weiterverarbeitet und gelangen auf die Teller der Gäste und Patienten.

„Bei uns in Harbach ist es meiner Meinung nach besonders wichtig, dass Landwirtschaft und Tourismus einen gemeinsamen Weg gehen. So kann sich die Landwirtschaft besser verkaufen und auch der Tourismus profitiert davon. Nur eine gut und schön gepflegte Landschaft wird einen Gast ansprechen“, resümiert Raab.

Nähere Informationen:

www.oeko-kreislauf.at


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