Zum letzten Mal auf der Bühne: Peter Gahleitner mit „Früha woar olles bessa“
MÜNZKIRCHEN. Peter Gahleitner verabschiedet sich, verabschiedet sich von seinem Debüt-Programm „Früha woar olles bessa“. Keine Angst, als Kabarettist bleibt der Riedauer seinen Fans erhalten. Denn sein neues Baby wartet schon darauf, das Licht der Welt zu erblicken.

Tips: Ein allerletztes Mal werden Sie mit Ihrem Debüt-Programm „Früha woar olles bessa“ auf der Bühne stehen, bevor Sie ihm den Rücken kehren. Wie werden Sie diesen Abschied am 9. März in Münzkirchen angehen?
Peter Gahleitner: Diesmal sind auch meine Familie und meine engsten Freunde dabei, die Gaststube beim Wösner ist also schon reserviert. Ein bisschen feiern muss sein.
Tips: Ist auch ein bisschen Wehmut dabei?
Gahleitner: Natürlich, ich bin aber auch dankbar für viele schöne Momente, die ich erleben durfte.
Tips: Und welcher war der schönste?
Gahleitner: Natürlich das Heimspiel in Eggerding vor zweimal 500 Besuchern. Dieses Gefühl war schon lässig. Und natürlich der Gewinn des Salzburger Kabarettpreises, der hat noch einmal einen richtigen Schub gebracht.
Tips: Vor vier Jahren hat alles begonnen, auf einer kleinen Bühne in Wien. Wie viele Menschen haben Sie seither mit „Früha woar olles bessa“ zum Lachen und vor Lachen zum Weinen gebracht?
Gahleitner: Kaum zu glauben, aber es waren über 10.500 Besucher.
Tips: Bei wie vielen Auftritten?
Gahleitner: Bei rund 50. Ich habe ja den Grundsatz, nur einmal pro Monat zu spielen. Dazu kommen Termine bei Bankenevents und Firmeneröffnungen.
Tips: Vor welchem Auftritt hatten Sie am meisten Lampenfieber?
Gahleitner: Auch ganz klar, das war der erste Auftritt im Münchner Schlachthof, der ja durch das Bayerische Fernsehen vielen bekannt ist.
Tips: Hat es auch die eine oder andere Panne gegeben?
Gahleitner: In Braunau ist ein Mann in der ersten Reihe gesessen, der schon ziemlich getankt hatte. Der hat mich so richtig durcheinander gebracht.
Tips: Sie sind jetzt kein Newcomer mehr und um einige Erfahrungen reicher. Wie haben Sie sich seither als Kabarettist, aber auch als Mensch weiterentwickelt?
Gahleitner: Ich bin eigentlich kaum mehr nervös und kann die Auftritte richtig genießen. Als Mensch bin ich, glaube ich, dankbarer und gelassener geworden. Die Haupterfahrung ist, du musst dich über dich selber lustig machen können, und nicht über andere.
Tips: Fällt es Ihnen schwer, Ihr „Erstgeborenes“ hinter sich zu lassen und sich einem neuen Programm zu widmen?
Gahleitner: Jetzt, wo Schluss wird, fällt es schon ziemlich schwer das Baby abzulegen. Aber das neue Programm ist auch sehr authentisch, also wird´s schon klappen.
Tips: Sie arbeiten derzeit also an Ihrem zweiten Programm? Geben Sie unseren Lesern schon einen kleinen Vorgeschmack?
Gahleitner: Nur soviel: Meine Frau hat sich scheiden lassen und ich bin nun intensiv auf Frauensuche, mit kräftiger und oft pannenreicher Hilfe meines Postlerkollegen.
Tips: Wann und wo kann man Sie damit zum ersten Mal auf der Bühne sehen?
Gahleitner: Zunächst werde ich einige Male außerhalb Oberösterreichs spielen, auch um Fehler auszubessern. Im Winter soll dann die Premiere sein, natürlich im Innviertel.
INHALT
Der stockkonservative Beamte eines Innviertler Postamts trauert seiner Kindheit nach. Alles hat sich verändert. Die Sau´n werden nicht mehr daheim gestochen, die Kinder heißen Chantal und Maurice und Geselchtes mit Knödel ist ihm schon lieber als ehelicher Sex. Er leidet unter Alternativen-Neurose, begegnet dem Dalai Lama, sinniert über verlorene Eheromantik und dem Vorhaben seiner Frau, nur mehr vegetarisch zu kochen, zieht dabei über alles Neue her und träumt von der Zeit, wo früher alles besser war.
INFO
Peter Gahleitner: „Früha woar olles bessa“
(Veranstalter: Elternverein Münzkirchen)
Donnerstag, 9. März 2017
Landesmusikschule Münzkirchen
Beginn: 20 Uhr, Einlass: 19.30 Uhr
Vorverkaufskarten sind in der Gemeinde Münzkirchen um 22 Euro erhältlich. Abendkasse: 24 Euro


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden