Ausstellungseröffnung: „Max H. Lang“ im MUSEUM Region Neulengbach
NEULENGBACH. Dem Werbe- und Modegrafiker, Dandy und Künstler Max H. Lang ist eine neue Ausstellung im MUSEUM Region Neulengbach gewidmet. Die Eröffnung geht am Freitag, dem 20. Mai, über die Bühne.

Die Ausstellung zeigt erstmals nach fast 30 Jahren wieder einen Überblick über das spannende und vielfältige Schaffen von Max H. Lang. Anhand zahlreicher Originalzeichnungen, Entwürfen, Beispielen aus historischen Modezeitschriften, Plakaten, Photographien und verschiedenen Objekten, Briefen etc. aus dem Besitz von Ingeborg Sidak, geborene Lang gilt es, eine beeindruckende Persönlichkeit wieder zu entdecken.
Landhaus in Sankt Christophen
Max H. Lang wurde 1901 in Wien geboren. Er übersiedelte 1926 nach Paris, wo er mit kurzen Unterbrechungen bis 1961 arbeitete und lebte. 1961 zog er in sein Landhaus St. Christophen um seinen Lebensabend zu verbringen, wo seine Eltern bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts ein Anwesen besaßen.
Werbe- und Modegraphik
Lang bestimmte und prägte von Wien kommend in Paris und anderen Städten über Jahrzehnte die Werbe- und Modegraphik. In seinen Entwürfen und Zeichnungen stellte er technische Errungenschaften und Trends seiner Zeit dar und gab Einblick in die Welt der Reichen und Schönen, in deren Hobbies, Freizeitaktivitäten und exklusiven Sportarten, und immer wieder in die Mode.
Start der beruflich-künstlerischen Laufbahn
Max. H. Lang begann seine beruflich-künstlerische Laufbahn im damals führenden Wiener Grafikunternehmen Atelier Dryden; hier erlernte der begabte Zeichner Modeillustration, Plakat- und Annoncegestaltung. Nach der Übersiedelung 1926 nach Paris begann ein eindrucksvoller beruflicher Aufstieg. Das Atelier Dryden arbeitet nicht nur für die damals höchst innovativen Modezeitschriften wie „Die Dame“, „Vogue“ oder „Adam“, sondern speziell auch für Werbeauftritte von Modekünstlern und Produktwerbung generell. Nach der Übersiedelung des Unternehmens Dryden nach New York und Hollywood 1933 übernahm Lang die Kundschaft in Paris und arbeitete mit großem Erfolg bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges, wo er kurz interniert wurde und für die Wehrmacht als Zeichner tätig war.
Nach dem 2. Weltkrieg
Nach dem 2. Weltkrieg setzte Lang seine Werbe- und Modegrafiktätigkeiten in Paris fort, die bis Anfang der 1960er Jahre noch einmal eine Blüte dieses Künstlergewerbes brachte. Mit dem zunehmenden Siegeszug der Modephotographie und Photo-Graphik verlor die Modeillustration zunehmend an Bedeutung.
Ausstellungskatalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit ca. 80 Abbildungen, Textbeiträgen von Kathrin Pokorny- Nagel und Carl Aigner und der Biographie von Max H. Lang von Inge Sidak, geborene Lang. Stein Verlag.
Eröffnung:
Freitag, 20. Mai, 19.00 Uhr
Lengenbacher Saal (im Gerichtsgebäude, Schiele-Platz 2), Neulengbach
MUSEUM Region Neulengbach
Samstag, 21.5. – Sonntag, 30.10.2016
Freitag, 14-18 Uhr, Samstag/Sonntag/Feiertag 11-17 Uhr
Schiele-Platz 2 (altes Bezirksgerichtsgebäude), 3040 Neulengbach


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