Für Neumarkt wird 2020 ein Jahr der Umsetzung
NEUMARKT. Ein Jahr der Umsetzung spruch- und baureifer Projekte steht der Marktgemeinde 2020 bevor: Der Bau des neuen Feuerwehrhauses in Matzelsdorf, die Neugestaltung und Erweiterung der Krabbelstube und des Hortes sowie die Generalsanierung des Pfarrheims stehen auf der Agenda.

Als Zuzugsgemeinde mit sanftem Bevölkerungsplus ist die Kinderbetreuung für Neumarkt eine besondere Herausforderung. „Krabbelstube und Hort haben ihre Kapazitätsgrenze erreicht“, informiert Bürgermeister Christian Denkmaier. Durch einen Tausch von Räumen und einen Ausbau werden die derzeit mehr als 50 Hortkinder und die ständig wachsende Zahl der Kleinkinder in der Krabbelstube wieder genügend Raum zur Verfügung haben. Auch der Platz für die „Zappelmäuse“-Spielgruppen wird in diesem Zuge abgesichert.
Pfarrheim-Sanierung, Feuerwehrhausbau
Ein wichtiges Vorhaben, das die Modernisierung des Ortskerns komplettieren wird, ist die Generalsanierung des Pfarrheims. „Der Pfarrsaal wird von der Gemeinde und von unseren Vereinen intensiv genutzt, daher wird sich die Gemeinde mit rund 20 Prozent der Gesamtkosten von 1,2 Millionen Euro an der Finanzierung beteiligen“, sagt Denkmaier. Für die Förderung des Projekts gibt es vom Land OÖ de facto bereits eine Zusage. Ebenfalls bereits fixiert ist der Bau des neuen Feuerwehrhauses Matzelsdorf. „Die Finanzierung ist gesichert. Baubeginn für das Gebäude knapp vor der Ortseinfahrt von Au wird im Frühjahr nächsten Jahres sein“, berichtet der Bürgermeister.
Neue Schinko-Produktionshalle
Bereits heuer im Herbst eröffnet die Firma Schinko in Matzelsdorf eine weitere Produktionshalle. „Eingeweiht“ wird diese am 13. September mit einem Klassik-Konzert mit dem Musikschulorchester der Stadt Linz. Das Betriebsbaugebiet in Mazelsdorf beherbergt übrigens seit Kurzem auch die Firma Rockster, die sich auf Metall-Brechanlagen und Recyclingmaschinen spezialisiert hat und damit gut in die metallverarbeitende Grundstruktur des Betriebsbaugebiets passt. 2020 wird in Neumarkt aber nicht nur gebaut und saniert, es wird auch ein Jahr des Nachdenkens und der Ideenfindung werden.
Chancen und Ideen
Die Gemeinde hat das Raml Wirt-Haus am Marktplatz erworben und mit dem Auszug der Asylwerber steht auch das Böhm-Haus wieder zur Verfügung. Denkmaier: „Beides bietet uns jetzt Chancen, mit Bürgerbeteiligung über die künftige Nutzung der Gebäude nachzudenken und zwar ohne Zeit- und Nutzungsdruck, mit Experten für die Ortskerngestaltung abseits der „eingefahrenen“ Wege.“ Fix ist derzeit nur, dass die Jugend einen Platz bekommen soll. „Reizvoll wäre für mich der Gedanke, in einer Art Heimatmuseum „neu“ unsere Gemeinde einst, heute und in Zukunft auf drei Ebenen zu präsentieren“, so Christian Denkmaier.


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