Bürgermeister fordert LKW-Fahrverbot
NEUMARKT. Trotz S10-Verkehrsfreigabe vor einem Jahr fahren immer noch täglich 240 Lastwagen durch das Ortszentrum von Neumarkt: Bürgermeister Christian Denkmaier verlangt deshalb ein rasches LKW-Fahrverbot (ausgenommen Quell-und Zielverkehr) auf der B125 um „Mautflucht“ zu unterbinden.

Nun ist es gleichsam amtlich. Eine groß angelegte Verkehrszählung des Landes OÖ hat ergeben, dass im Tagesschnitt 240 LKW auf der B 125 durch das Ortszentrum von Neumarkt fahren. Es handelt sich überwiegend um internationale Schwertransporte, die aus Gründen der Mautersparnis die S10 meiden und als kostengünstigere Route nach beziehungsweise von Mauthausen/Enns/Sankt Valentin die Bundesstraße via Neumarkt, Matzelsdorf und Götschka nutzen. „Wir haben die Bezirkshauptmannschaft schon bald nach der S10-Verkehrsfreigabe darauf aufmerksam gemacht, dass die LKW-Mautflucht in der Region fröhliche Urständ feiert, wurden aber mit dem Argument vertröstet, das seien nur Anfangsschwierigkeiten, und Neumarkt würde zahlenmäßig übertreiben“, erinnert Bürgermeister Christian Denkmaier an eine Gemeindeinitiative vom Frühling dieses Jahres. Mittlerweile ist die S10 fast ein Jahr lang in Betrieb und der Schwerverkehr durchs Ortsgebiet ist konstant hoch geblieben. „Die millionenteure Schnellstraße wird wöchentlich von hunderten internationalen Schwertransportern gemieden, die sich auf Kosten der Lebensqualität der Ortsbewohner die Maut sparen wollen - das kann kein Dauerzustand sein“, verdeutlicht Denkmaier seine Position. Neumarkt werde nun mit Nachdruck auf ein rasches LKW-Fahrverbot auf der B125 (ausgenommen Quell- und Zielverkehr) und dessen Kontrolle durch die Polizei drängen, umreißt Neumarkts Bürgermeister die nächsten Schritte der Gemeinde. „Wir hoffen, dass die Verkehrsabteilung der Bezirkshauptmannschaft schon bald die entsprechenden Maßnahmen in Angriff nimmt“, sagt Denkmaier abschließend.


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